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Wenn nichts zum Leben bleibt

Von Yvonne Ploetz, erschienen in Clara, Ausgabe 27,

Kommentar von Yvonne Ploetz

Die Bundesregierung plant, in den kommenden Monaten rentenrechtliche Reformen umzusetzen, die »Bedürftigkeitsrisiken wirksam entgegenwirken«. Vorhaben wie die Lebensleistungsrente der Koalition oder die sogenannte Solidarrente der SPD gehen jedoch an der Wirklichkeit vieler Frauen vorbei: Sie können aufgrund von Unterbrechungen in ihrem Erwerbsleben, durch Niedriglöhne, Minijobs, fehlende Kindertagesstätten und unfreiwillige Teilzeitarbeit die Rahmenbedingungen von 40 Beitrags- oder 30 Versicherungsjahrenn icht erfüllen. Fast alles Folgen der unter Rot-Grün eingeführten Hartz-Gesetze und deren Weiterführung durch die Regierung Merkel. Was bringt also die Flickschusterei? Nichts!

 

Zwei Drittel aller Altersrentnerinnen leben schon heute mit einer Rente von weit unter 850 Euro im Monat. Ein Leben in Würde im Alter sieht anders aus! Nur der Aufbau eigenständiger Rentenansprüche kann Frauen eine gute Rente sichern. Dringend nötig sind dafür Mindestlöhne,die Abschaffung von Minijobsund die Einschränkung des Niedriglohnsektors. Denn nur gute Arbeit mit guten Löhnen ist der Garant für eine gute Rente! Dafür zu sorgen, das ist die Aufgabe von uns Politikerinnen. Mit der solidarischen Mindestrente garantiert DIE LINKE allen Menschen ein Leben frei von Armut im Alter. Es ist Zeit zu handeln –und zwar jetzt!

 

Yvonne Ploetz ist frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

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