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„Verbraucherschutz ist eine soziale Frage“

erschienen in Clara, Ausgabe 29,

Wie Verbraucherinnen und Verbraucher besser geschützt und ihre Rechte gestärkt werden können, erläutert Caren Lay.

Frau Lay, DIE LINKE wird vornehmlich über die Themen Arbeit und soziale Gerechtigkeit wahrgenommen. Wie passt Verbraucherpolitik dazu?

Caren Lay: Verbraucherpolitik ist ein Beitrag zur sozialen Frage. Ein Beispiel: Zu Beginn der Legislaturperiode traf ich in der Verbraucherzentrale in Bautzen eine alte Frau, der man am Telefon einen neuen Vertrag aufgeschwatzt hatte, der sie jetzt jeden Monat 20 Euro mehr kostete. Bei ihrer kleinen Rente ist das sehr viel Geld! Das zeigt: Verbraucherpolitik ist kein Luxusthema, sondern gerade auch für die Menschen wichtig, die mit ihrem Geld haushalten müssen.

Wofür steht Verbraucherpolitik der Fraktion DIE LINKE?

Wir finden, dass konsequenter Verbraucherschutz klare gesetzliche Regelungen braucht. Wir wollen nicht nur mehr Information für Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern mehr Rechte. Wir wollen sie nicht allein gegen die Marktmacht großer Unternehmen antreten lassen, sondern fordern demokratische Aufsicht, Kontrolle und eine Regulierung der Märkte.

Wie bilanzieren Sie die vergangenen vier Jahre Verbraucherpolitik?

Verbraucherministerin Ilse Aigner war immer groß im Ankündigen – umgesetzt hat sie aber kaum etwas. Wir blicken zurück auf vier verschenkte Jahre für Verbraucherinnen und Verbraucher. Noch immer sind Menschen nicht auf Augenhöhe mit den Konzernen. Hier wird DIE LINKE weiter den Finger in die Wunde legen.

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