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Studium ist mehr als Auswendiglernen

erschienen in Clara, Ausgabe 11,

Ein erfolgreiches Studium hängt immer stärker vom Geldbeutel der Eltern ab, dies zeigen uns die Beispiele von Anna und Jakob überdeutlich. Die Einführung von Studien-gebühren, mangelndes BAföG und zunehmend verschultere Studiengänge, die einen Nebenjob oftmals unmöglich machen, sind die zentralen Gründe dafür. Wer es trotz der sozialen Hürden an die Hochschule schafft, wird oft enttäuscht. Anstelle von selbstständigem Denken und kritischem Hinterfragen der bestehenden Verhältnisse geht es im Studium vorrangig um schnelles Auswendiglernen und um Anpassung.

DIE LINKE setzt sich für kritische Wissenschaft und ein solidarisches Lernen und Lehren an den Hochschulen ein. Es ist falsch, dass der Einsatz der Ellenbogen
den größten Studienerfolg verspricht und Nachbeten mehr zählt als Selberdenken. Kritische Wissenschaft gehört endlich wieder in die Vorlesungsverzeichnisse -
das zeigt auch der große Erfolg der durch den Studierendenverband DIE LINKE.SDS angestoßenen Bewegung, »Das Kapital« zu lesen.

DIE LINKE streitet für soziale Hochschulen. Wir wollen, dass das Studium bundesweit gebührenfrei wird. Eine elternunabhängige, repressionsfreie soziale Studienförderung ohne Darlehensanteil würden Anna und Jakob einige Sorgen nehmen.

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