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Solidarische Rentenversicherung

erschienen in Clara, Ausgabe 23,

 

Altersarmut ist bereits heute ein Problem. Die einen spüren sie Monat für Monat, wenn sie feststellen müssen, dass das
Geld hinten und vorne nicht reicht. Die anderen spüren Altersarmut 
als Furcht vor einer ungewissen Zukunft. Sie wissen, dass weder aus Langzeitprekarität noch aus Langzeiterwerbslosigkeit ausreichend Rente entstehen kann.   Eine gute Rentenpolitik muss 
den einmal erreichten Lebensstandard sichern und zuverlässig vor Altersarmut schützen. Das bedeutet aber auch, dass jede und jeder ganz realistisch die Möglichkeit haben muss, sich einen Lebensstandard zu erarbeiten. Wer von einer guten Rente redet, darf deshalb von guter Arbeit nicht schweigen. Denn es ist deutlich besser, Armut bereits im Entstehen zu verhindern, als sie dann im
 Alter bekämpfen zu müssen.
  Doch ohne eine vernünftige Rentenberechnung ist auch
 keine gute, den Lebensstandard sichernde Rente möglich.
 Die Rentenkürzungen der vergangenen Jahre müssen einmalig ausgeglichen und die Kürzungsfaktoren aus der Rentenformel gestrichen werden.
  Wer bereits heute auf ein Leben voller Prekarität und Erwerbslosigkeit zurückblicken muss, kann in einer den Lebensstandard sichernden Rente keinen Hoffnungsschimmer erblicken. Lebensstandardsicherung ist dann gleichbedeutend 
mit Altersarmut. Hier greift die 
Solidarische Mindestrente: Niemand soll im Alter von weniger als 900 Euro leben müssen. 

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