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Sieg für Occupy

erschienen in Klar, Ausgabe 25,

Zehntausende Demonstranten triumphieren über Bankenmacht und Polizeiwillkür.

Es sollte ein dreitägiges Protestwochenende gegen die Macht des Geldes werden: Mitte Mai hatte das linke Bündnis Blockupy in die Bankenstadt Frankfurt am Main eingeladen. Doch dann ließen die Stadt Frankfurt und das hessische Innenministerium alle Veranstaltungen bis auf die Abschlussdemonstration verbieten. Dass es letztlich doch ein großes Fest für Demokratie und gegen die Macht der Finanzmärkte wurde, ist auch ein Erfolg für DIE LINKE.

Zahlreiche Bundestagsabgeordnete hatten die Aktionen wochenlang mit vorbereitet. Viele Parlamentarier reisten bereits vor Beginn der Proteste an: Sie luden zu Diskussionen ein und schützten Demonstranten vor der aggressiv auftretenden Polizei. »Wir sind friedlich, was seid ihr?«, riefen die Protestierenden den Polizisten entgegen. Die Fraktion DIE LINKE richtete in Frankfurt außerdem einige Veranstaltungen aus, auf denen mit ausländischen Gästen über Alternativen zum Finanzkapitalismus diskutiert wurde.

An der abschließenden Demonstration am Samstag nahmen rund 30 000 Menschen teil. Bunt, lautstark und friedlich zogen sie fast vier Stunden lang durch die Bankenmetropole. Mittendrin dabei DIE LINKE mit einem Demonstrationsblock, der zu den größten und lautesten zählte. Katja Kipping, Bundestagsabgeordnete und neue Vorsitzende der Partei DIE LINKE, bilanzierte: »Der friedliche Protest war ein großer Erfolg.«

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