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Sichere Rente für alle!

erschienen in Klar, Ausgabe 12,

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Regierungen Schröder (SPD) und Merkel (CDU) haben die Renten teilprivatisiert und die Rentenformel umge-dreht. Ziel ist nicht mehr die Sicherung des Lebensstandards im Alter, sondern allein die Beitragsstabilität. Dadurch sollen so genannte Lohnnebenkosten sinken - eine Forderung der Arbeitgeber.

Seitdem sind die Renten Jahr für Jahr deutlich gesunken. Der Altersarmut entgehen nur die, die es sich leisten können, zusätzlich privat vorzusorgen, etwa mit der Riester-Rente.

Nach Angaben der OECD wird das Rentenniveau bei uns in einigen Jahren auf 40 Prozent des durchschnittlichen Bruttoeinkommens sinken. Das ist im internationalen Vergleich der niedrigste Wert. Eine Verkäuferin, die heute 1000 Euro brutto verdient, erhält später eine Rente von 400 Euro.

DIE LINKE wirbt für eine sozial gerechte Alternative: eine Erwerbstätigenversicherung, in die auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete einzahlen. Indem die Beitragsbemessungsgrenzen schrittweise aufgehoben und der Rentenanstieg für höhere Beiträge abgeflacht werden, entlastet sie Normalverdiener und Beschäftigte mit niedrigen Einkommen.

In der Erwerbstätigenversicherung teilen sich Beschäftigte und Arbeitgeber die Beiträge. 2030 müssten sie je 13 Prozent zahlen. Die so genannten Reformen der Bundesregierung aber erhöhen die Arbeitnehmerbeiträge auf mindes-tens 15 Prozent und senken die Arbeitgeberbeiträge auf 11 Prozent. Kurzum:

DIE LINKE will, dass die abhängig Beschäftigten profitieren, nicht die Arbeitgeber und Versicherungskonzerne.

Gregor Gysi und Oskar Lafontaine sind gemeinsam Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE

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