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Selbstbewusst für den Osten

Von Roland Claus, erschienen in Clara, Ausgabe 29,

Ost und West können voneinander lernen, sagt Roland Claus.

Immer wieder wird mir gesagt: „Gut, dass wenigstens DIE LINKE sich um den Osten kümmert.“ Und immer wieder höre ich: „Muss man denn 23 Jahre nach der Deutschen Einheit über Ost und West sprechen?“

DIE LINKE ist im Osten Deutschlands stark, weil sie sich als einzige Partei dafür einsetzt, dass endlich Rentengerechtigkeit zwischen Ost und West herrscht, und fordert: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Und weil sie weiß, dass gelebtes Leben im Osten und Identitäten keine zweitklassigen Dinge sind, sondern ein eigenes gelebtes Leben und eine eigene Identität, die Anerkennung und Würde verdienen. Ja, DIE LINKE hat eine besondere Verantwortung für die ostdeutschen Bundesländer.

Natürlich freut es mich, dass DIE LINKE eine gesamtdeutsche Partei ist. Und dennoch muss man immer noch über Ost und West reden, auch in der Partei. Weil wir voneinander lernen können, wenn wir uns verstehen. Das gelingt, indem wir miteinander sprechen und uns zuhören. Die Erfahrungen im sozial-ökologischen Umbau, bei Fragen von Familie, Kinderbetreuung, beim Stadtumbau, der ärztlichen Versorgung in entsiedelten Gebieten – das sind Erfahrungen, die für Ost und West wichtig sind.

Lasst uns gemeinsam selbstbewusst für den Osten sein. Das gilt für mich, aber auch für DIE LINKE.

Roland Claus ist Ostkoordinator der Fraktion DIE LINKE

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