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Rutschbahn der Löhne

erschienen in Klar, Ausgabe 24,

Die Regierenden klopfen sich wegen angeblicher geringer Arbeitslosenzahlen auf die Schulter. Doch das, was an Arbeitsplätzen entsteht, ist weit entfernt von guter Arbeit und noch viel weiter von guten Löhnen. Deutschlands Niedriglohnsektor wird immer größer. Im Jahr 2010 war fast jeder vierte Arbeitnehmer zu einem Niedriglohn von unter 9,15 Euro beschäftigt, also knapp acht Millionen Menschen. Im Osten ist der Anteil mit 39,1 Prozent besorgniserregend hoch, im Westen der Republik wird ein dramatischer Anstieg vermeldet – auf 19,9 Prozent. Über 2,5 Millionen mussten für einen Lohn unter 6 Euro arbeiten. Die durchschnittlichen Stundenlöhne im Niedriglohnsektor lagen bei 6,68 Euro (West) und 6,52 Euro (Ost). Mit Niedriglöhnen werden vor allem abgespeist: unter 25-Jährige, Minijobber und Migranten.

Quelle: IAQ-Report 2012/01 

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