Dieses Jahr feiert die NATO ihr 60-jähriges Bestehen. Staatschefs aus vielen Ländern werden diesen Anlass zelebrieren. Doch zum Feiern gibt die Bilanz der NATO keinen Grund: Unter dem Deckmantel »Krieg gegen den Terror« entsendet sie Soldaten in alle Welt. Sie rüstet für teures Geld Armeen auf, bricht Völkerrecht und Beschlüsse der Vereinten Nationen, hält krampfhaft an ihren Atomwaffen fest und heizt regionale Konflikte an - ohne dem Ziel Frieden näherzukommen.
Im Gegenteil, wie das Beispiel Afghanistan belegt. Dort versucht die NATO seit Jahren, mit immer mehr Soldaten und immer mehr Gewalt eine Neuordnung des Landes durchzusetzen. Erreicht hat sie bisher vor allem einen Anstieg der zivilen Kriegsopfer, wuchernde Korruption, blühenden Drogenhandel und einen fundamentalen Vertrauensverlust in der Bevölkerung.
Doch warum lernt die NATO nicht aus diesen Fehlern? Sie kann es nicht, weil sie ein Teil des Kreislaufs der Gewalt ist und ihre Strategie weniger Frieden zum Ziel hat, sondern vielmehr handfeste Interessen befriedigen soll: Sicherung von Ressourcen wie Öl und Erdgas sowie ihre eigene Expansion.
Dieser Kreislauf der Gewalt muss durchbrochen werden. Neue militärische Interventionen, Rüstungsprogramme und die Aufnahme neuer Mitglieder in die NATO müssen verhindert werden, der Abzug aus Afghanistan ist ohnehin überfällig.
Raus aus Afghanistan!
erschienen in Klar,
Ausgabe 13,
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