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Praxisgebühren und Zuzahlungen abschaffen

Von Martina Bunge, erschienen in Klar, Ausgabe 21,

Praxisgebühren und Zuzahlungen sind unsozial. Sie belasten kranke Menschen und Menschen mit geringem Einkommen übermäßig. Sie tragen dazu bei, dass Menschen zu spät oder gar nicht zum Arzt gehen.

Das ist gesundheitsschädlich und letztlich teurer, weil Krankheiten verschleppt werden. Gesundheitsminister Rösler (FDP) hält an Praxisgebühr und Zuzahlungen fest. Auf fünf Milliarden Euro, die Kassenpatienten pro Jahr aus eigener Tasche zahlen, will er nicht verzichten. Es gibt Alternativen. Würde die Beitragsbemessungsgrenze auf 5500 Euro angehoben, brächte das ebenfalls fünf Milliarden Euro ein. So wäre das Gesundheitssystem solidarischer, weil Gutverdiener gerechtere Beiträge zahlen müssten.

DIE LINKE will noch mehr. Sie versteht die Krankenversicherung als einen solidarischen Ausgleich zwischen gesunden und kranken, zwischen armen und reichen Menschen. DIE LINKE will, dass alle Menschen in eine solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung einzahlen. Und dass für diese Versicherung alle Einkommen herangezogen werden, nicht nur Löhne und Renten, sondern auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen. Mit dieser solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung können Praxisgebühren und Zuzahlungen abgeschafft und Krankenkassenbeiträge gesenkt werden.

Martina Bunge ist gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

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