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Pflegende Angehörige werden zur Kasse gebeten

erschienen in Klar, Ausgabe 45,

Oktober 2018: Gudrun Hohenfeld und Christine König sind zu Gast in der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Sie brauchen Unterstützung, sie wollen Öffentlichkeit, sie haben eine Angehörigeninitiative gegründet. Der Grund: Beide Frauen haben einen Angehörigen in einem Brandenburger AWO-Pflegeheim. Seit Januar dieses Jahres erhöhte der Träger der Pflegeinrichtung den monatlich zu zahlenden Eigenanteil um bis zu 500 Euro. Für die Frauen und andere Angehörige kaum bis gar nicht mehr leistbar. Verbesserte Pflegleistungen sind auch nicht der Grund der finanziellen Mehrbelastung, sondern der neue Tarifvertrag. Die Mehrkosten für eine faire Bezahlung der Pflegekräfte werden auf die zu Pflegenden und ihre Angehörigen abgewälzt. Gudrun Hohenfeld, Christine König und andere Familienangehörige gründeten daraufhin die Angehörigeninitiative Brandenburg. Mehr als 4.500 Menschen haben bereits unterschrieben. Sie schrieben einen »Brief an die Politik«, übergaben ihn dem Landtag in Potsdam und dem Gesundheitsausschuss im Bundestag. Ihre Petition werden die Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE aktiv unterstützen.

Mehr unter: www.weact.campact.de/petitions/pflegenotstand-in-seniorenheimen-pflegeaufstand-fur-die-wurde-der-alten-menschen

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