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Peer Steinreich

erschienen in Klar, Ausgabe 28,

Deutsche Bank & Co. zahlen Ex-Finanzminister 1,25 Millionen Euro

Peer Steinbrück (SPD) hat sich seine Worte vergolden lassen. Der ehemalige Finanzminister hat zwischen den Jahren 2009 und 2012 für 89 Vorträge insgesamt 1,25 Millionen Euro erhalten. Im Durchschnitt strich der Kanzlerkandidat für jeden Kurzauftritt rund 15000 Euro ein.

Zuvor war Peer Steinbrück vier Jahre lang Finanzminister in der Koalition aus CDU/CSU und SPD gewesen. In dieser Zeit förderte er Gesetze, die erstmals vielfältige Formen von Finanzspekulation in Deutschland ermöglichten. Als in der Krise deutsche Banken zu kollabieren drohten, eilte er ihnen mit vielen Milliarden Euro aus Steuergeldern zu Hilfe.

Die meisten Aufträge erhielt Steinbrück aus dieser Welt des großen Kapitals: Die Deutsche Bank hat ihn gleich mehrfach gebucht, auch von den französischen Banken Société Générale und BNP sowie dem US-amerikanischen Konzern J.P.Morgan nahm er fünfstellige Beträge an. Weitere lukrative Verträge schloss der 65-Jährige mit Finanzdienstleistern wie Ernst & Young, mit Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien ab.

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