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„Nur Protest hält die Regierung auf“

Von Gesine Lötzsch, erschienen in Klar, Ausgabe 18,

Gesine Lötzsch (DIE LINKE) ruft im Interview Bürgerinnen und Bürger auf, sich den Protesten gegen die Bundesregierung anzuschließen.

Viele Menschen wollen im Herbst auf die Straße gehen, um gegen die Politik der Bundesregierung zu protestieren.

Gesine Lötzsch: Die Menschen haben allen Grund, wütend zu sein und diese Wut auf die Straße zu tragen. Die 
Regierung hat schließlich das größte Kürzungspaket in der Geschichte der Bundesrepublik beschlossen.

 

Was hat die Regierung konkret vor?

Die Regierung will weiter von unten nach oben umverteilen: Sie streicht armen Familien das Elterngeld, während reiche Eltern fast ohne Gehaltseinbußen ihre Elternzeit genießen können. Arme Patienten sollen unverschämte Kopfpauschalen zahlen, während reiche Patienten ihre Krankenkosten von der Steuer absetzen können. Diese Gesellschaft wird von Tag zu Tag ungerechter, wenn wir uns nicht gemeinsam wehren. Nur Protest kann diese Regierung aufhalten.

 

Auf welche Bündnispartner setzt DIE LINKE in dieser Auseinandersetzung?

In diesem Kampf sind die Gewerkschaften, aber auch Sozialverbände und soziale Bewegungen unsere wichtigsten Verbündeten. Wir wollen mithelfen, ein Bündnis für soziale Gerechtigkeit zu organisieren und den Widerstand in den Betrieben aufzubauen. So wollen wir dazu beitragen, das Programm der sozialen Ungerechtigkeit von CDU/CSU und FDP zu verhindern.

 

Beteiligen Sie sich selbst an den Protesten auf der Straße?

Na klar! Und ich hoffe, dass sich viele Leserinnen und Leser dieser Zeitung diesen Protesten anschließen.

 

Gesine Lötzsch ist haushaltspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

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