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Mit dem Mindestlohn gegen Lohndrückerei

erschienen in Klar, Ausgabe 19,

Mehr als 50 Milliarden Euro Steuergelder fließen seit 2005 an Beschäftigte, die von ihren Löhnen nicht leben können und deswegen zusätzlich Hartz IV beantragen müssen. Dies musste Mitte des Jahres das Bundesarbeitsministerium auf Anfrage der Fraktion DIE LINKE zugeben. Allein dieses Jahr werden sich die Zuschüsse wohl auf mehr als elf Milliarden Euro belaufen. Der Staat subventioniert so die Lohndrückerei vieler Unternehmen. In Deutschland sind rund 1,4 Millionen Hartz-IV-Beziehende erwerbstätig. Insgesamt arbeiten knapp sieben Millionen Menschen zu Niedriglöhnen. Klaus Ernst (DIE LINKE) fordert: „Wir brauchen endlich einen gesetzlichen Mindestlohn.“ Denn wer arbeitet, müsse von seiner Hände Arbeit auch leben können. „Würde es mindestens zehn Euro pro Stunde geben“, sagt Ernst, „könnte ein Großteil der Steuermilliarden sinnvoll eingesetzt werden, anstatt Niedriglöhne zu finanzieren.“

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