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Mehr Geld für Kampf gegen Ebola

Von Niema Movassat, erschienen in Clara, Ausgabe 34,

Internationale Ignoranz hat die Epidemie groß gemacht, meint Niema Movassat.

Vor etwa einem Jahr ereigneten sich die ersten Fälle der aktuellen Ebola-Epidemie. Die Ignoranz der internationalen Gemeinschaft gegenüber den Hilferufen aus Westafrika dauerte bis August. Sie erst machte es möglich, dass die Lage außer Kontrolle geriet.   Heute, nach einem Jahr, stehen zwar endlich umfangreiche finanzielle Mittel gegen die Seuche zur Verfügung. Allerdings mangelt es weiter an medizinischem Fachpersonal und Transportmöglichkeiten. Deutschland fliegt mittlerweile zwar permanent mit zwei Maschinen Hilfsgüter nach Westafrika; Ärztinnen und Ärzte aus Deutschland sind aber in größerer Anzahl immer noch nicht vor Ort.   Auch wenn sich das Virus nicht mehr ganz so schnell verbreitet wie in den letzten Monaten, könnte sich die Anzahl der Infizierten in den nächsten Monaten weiter auf Hunderttausende erhöhen. Die Bundesregierung sollte deshalb bereits heute die Ausweitung ihres Engagements planen und auch Wirtschaftshilfen auflegen.   Die Lehre aus der Epidemie lautet: mehr Geld für die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen! Die fatal langsame internationale Reaktion auf die Ebola-Krise war auch die direkte Folge einer verfehlten Finanzpolitik der Industriestaaten, die den Vereinten Nationen und ihren Unterorganisationen in den letzten Jahren nicht ausreichend Finanzmittel zur Verfügung gestellt haben. Bis heute hat die Bundesregierung keine Besserung in Aussicht gestellt.   Niema Movassat ist Sprecher für Welternährung der Fraktion DIE LINKE

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