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Klima schützen – Kohle stoppen!

Von Lorenz Gösta Beutin, Sabine Leidig, erschienen in Klar, Ausgabe 43,

Es war die größte Klimaschutzdemo, die es jemals in Deutschland gab. Kurz vor Beginn der Weltklimakonferenz gingen Anfang November 2017 rund 25.000 Menschen in Bonn unweit des rheinischen Braunkohlereviers auf die Straße. Ihr Motto: Klima schützen, Kohle stoppen! Organisiert hatten die Proteste Umweltverbände, kirchliche Vereine und globalisierungskritische Initiativen, unter anderem der BUND, Brot für die Welt und Campact.

Auch zahlreiche Mitglieder der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag beteiligten sich daran. „Es geht darum, dass wir sozial gerecht und ökologisch leben“, sagte Sabine Leidig, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE und Beauftragte für soziale Bewegungen, während der Demonstration. „Mensch und Umwelt müssen Vorrang vor den Profiten der Unternehmen haben“, forderte sie.

Kritik hagelte es an der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Greenpeace hatte eine große Erdkugel gefertigt, auf der Kohlekraftwerke eine graue Wolke mit Merkels Gesicht ausstießen. Darunter stand: „Raus aus der Kohle, Frau Merkel!“ Lorenz Gösta Beutin, Klimaexperte der Fraktion DIE LINKE: „Merkel und Co. machen einen auf Klimaschutz-Weltmeister, dabei ist der CO2-Ausstoß zwischen Ostsee und Alpen heute höher als im Jahr 2009.“

Bereits heute bedroht der Klimawandel Millionen Menschen. In vielen Ländern des Globalen Südens sind die Folgen besonders verheerend: Hunger, Dürre, Vertreibung. Die Proteste standen deshalb im Zeichen der Solidarität mit den Menschen im Globalen Süden. Die Fraktion DIE LINKE fordert, den Pariser Klimaschutzvertrag konsequent umzusetzen und alle Kohlekraftwerke in Deutschland bis zum Jahr 2035 abzuschalten.

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