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„Höhere Löhne, damit die Renten steigen“

Von Matthias W. Birkwald, erschienen in Klar, Ausgabe 18,

Rentenexperte Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) begründet die Ablehnung der Rente mit 67 und erläutert Alternativen.

Die Regierung behauptet, dieRentemit67seialternativlos, weil die Menschen immer älter werden.

Matthias W. Birkwald: Die Regierung betreibt Rentenklau. Heute haben die wenigsten älteren Menschen einen Arbeitsplatz. Für sie alle ist die Rente erst ab 67 nichts als eine unverschämte Rentenkürzung.

 

Ist die Rente bei gleichbleibendem Renteneintrittsalter noch finanzierbar?

Bei der Rente geht es darum, wie viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze es im Verhältnis zu den Rentnerinnen und Rentnern gibt. Wir kämpfen deshalb für zwei Millionen neue, gut bezahlte Arbeitsplätze. Das würde die Rentenkasse retten. Und wir kämpfen für höhere Löhne. Damit die Renten steigen, müssen die Löhne steigen.

 

DIE LINKE will, dass auch Selbstständige, Abgeordnete und Beamte in die Rentenversicherung einzahlen.

Nicht nur das, wir wollen auch die Beitragsbemessungsgrenze anheben beziehungsweise abschaffen. Nur wenn auch Besserverdienende sozial gerechte Rentenbeiträge zahlen, können wir aus der Rentenversicherung eine solidarische Erwerbstätigenversicherung für alle Beschäftigten machen.

 

Matthias W. Birkwald ist rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE

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