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Hartz IV raubt Kindern die Zukunft

erschienen in Klar, Ausgabe 13,

Über 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche müssen in Deutschland mit Hartz IV überleben. Kinder unter 14 Jahren erhalten 211 Euro monatlich, Jugendliche bis 18 Jahren 281 Euro. Um von Judo-Training oder Gitarrenunterricht nicht nur zu träumen, müssen sie an Gesundheit und Bildung sparen. In Familien, die Hartz IV bekommen, fehlt oft das Geld für Schulbücher, Taschenrechner, Klassenfahrten. Somit sind die Bildungschancen ihrer Kinder stark eingeschränkt. Das Bundessozialgericht und das hessische Landessozialgericht halten die Berechnung des Kinder-
Regelsatzes für verfassungswidrig. Sie haben das Bundesverfassungsgericht angerufen und verlangen, dass sich die Regelsätze am tatsächlichen Bedarf von Kindern orientieren. Das sieht die Bundesregierung anders: Sie will lediglich ab Juli die Hartz-IV-Sätze für die 6- bis 13-Jährigen auf 246 Euro anheben. Kinder unter 6 Jahren und Jugendliche gehen leer aus.

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