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Großer Preis für kleine Afghanin

erschienen in Querblick, Ausgabe 6,



Malalai Joya erhält Menschenrechtspreis der BerlinaleSie sei eine »echte Heldin« und ein leuchtendes Beispiel dafür, was der Einzelne bewirken könne, betonte Laudatorin Hilary Swank. Malalai Joya, die afghanische Frauenrechtlerin, die vor kurzem bei der Linksfraktion zu Gast war, bekam im Rahmen der Berlinale den internationalen Menschenrechtspreis von »Cinema for Peace« verliehen.

Der Film ›Enemies of Happiness‹ zeigt, wie sie für Menschenrechte kämpft und sich dabei mit Fundamentalisten, Warlods und Drogenbaronen anlegt. Wohl kaum einer der Gäste der illustren Wohltätigkeitsgala ahnte, welches Risiko Malalai Joya für diese Preisverleihung auf sich genommen hatte. Nur ihren zahlreichen UnterstützerInnen in Afghanistan war es zu verdanken, dass sie sich über die Grenze schmuggeln konnte. »Diese Begegnungen geben mir Hoffnung«, berichtete Malalai Joya in der Linksfraktion. »Wir haben aber noch einen langen Kampf vor uns, bis die demokratischen Kräfte in Afghanistan endlich stark werden.«

Die entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Heike Hänsel, appellierte an den Bundestagsausschuss für Menschenrechte, Malalai Joya in das Programm ›Parlamentarier schützen Parlamentarier‹ aufzunehmen.

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