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Für Mindestgagen

Von Sigrid Hupach, erschienen in Klar, Ausgabe 40,

Altersarmut ist eine Folge von schlecht bezahlter Arbeit. Sie resultiert aus geringem Einkommen, nicht anerkannter Familien- und Sorgearbeit und der unterschätzten gesellschaftlichen Bedeutung künstlerischer und kreativer Tätigkeit. Gerade Künstlerinnen und Künstler sind zunehmend freiberuflich oder als Soloselbstständige beschäftigt.

Die Zahl derer, die in der für sie so wichtigen Künstlersozialkasse versichert sind, hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Ihr Jahreseinkommen betrug zuletzt knapp 16.000 Euro brutto im Durchschnitt. Davon lässt sich kaum leben, schon gar nicht fürs Alter vorsorgen.

Deswegen fordert die Fraktion DIE LINKE einen ausreichenden Mindestlohn und im freiberuflichen Bereich Mindestgagen. Sie setzt sich ein für branchenspezifische Mindesthonorare und Ausstellungsvergütungen. Die Vergabe öffentlicher Gelder sollte an die Einhaltung sozialer Mindeststandards gebunden werden.

Es ist Zeit für einen gleichberechtigten Zugang zu den sozialen Sicherungssystemen. Die Fraktion DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass diejenigen, die aufgrund prekärer Beschäftigung nicht ausreichend Beiträge zahlen können, eine armutsfeste solidarische Mindestrente in Höhe von 1.050 Euro netto erhalten.

 

Sigrid Hupach ist stellvertretende Vorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

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