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Frau fast nur »Objekt der Begierde«?

erschienen in Querblick, Ausgabe 6,

Frontfrauen bei Nachrichten- oder Politmagazinen sowie Talkshow-Moderatorinnen können als Ausnahmen nicht darüber hinwegtäuschen. Männer dominieren die Medienwelt nach wie vor. 2005 kamen in den Nachrichten nur 22 Prozent Frauen vor. Zu diesem Ergebnis kamen die deutschen Ergebnisse der weltweiten Medienbeobachtung Global Media Monitoring Project (GMMP).

Wenn uns Frauen in den Medien begegnen, sollen meist ihre weiblichen Reize dabei helfen, Produkte jeglicher Art zu verkaufen, die mit ihren (oft nackten) Körpern so gar nichts zu tun haben. Politikerinnen müssen sich täglich damit abfinden, dass nicht ihre Kompetenz, sondern ihre »Weiblichkeit« die Berichterstattung dominiert. Während die einen möglichst geschlechtsneutrale Kleidung wählen, um die Aufmerksamkeit bei Parteifreunden und Kontrahenten von der Form auf den Inhalt zu lenken, versuchen andere ihre Weiblichkeit extra zu betonen, um so Aufmerksamkeit für das politische Anliegen zu erringen.

In unserer Debatte diskutieren Autorinnen über die Möglichkeiten und Grenzen von Frauen in einer männer-dominierten Medienwelt, ihre Körper selbstbestimmt zu inszenieren.

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