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Fluglärm macht krank

erschienen in Klar, Ausgabe 33,

DIE LINKE kämpft bundesweit für den Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner.

Frankfurt Airport bestimmt das Leben der Menschen, die in seiner Nähe wohnen. Spätestens um 5 Uhr früh reißt der Lärm der Jumbojets sie aus dem Schlaf. Selbst tagsüber öffnen sie die Fenster kaum, ihre Gärten nutzen sie selten. Lärm macht krank. In der Nähe von Flughäfen sind die Grenzen der Belastbarkeit für Bürgerinnen und Bürger überschritten: Der Lärm, den ein Flugzeug beim Start verursacht, liegt mit bis zu 130 Dezibel jenseits der Schmerzschwelle. Immer mehr Menschen sorgen sich deshalb um ihre Gesundheit und die ihrer Kinder.

DIE LINKE in Hessen kämpft seit Jahren für einen besseren Schutz der hiesigen Bevölkerung und beteiligt sich an den Protesten lokaler Bürgerinitiativen. Zentrale Forderung: ein konsequentes Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Janine Wissler, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im hessischen Landtag, sagt: „Der Gesundheitsschutz hunderttausender Menschen darf nicht länger den Interessen der Luftverkehrswirtschaft untergeordnet werden.“

In Brandenburg lässt die Eröffnung des neuen Hauptstadt-Flughafens BER weiter auf sich warten. Doch auch dort engagieren sich seit Jahren Bürgerinnen und Bürger für ein generelles Nachtflugverbot. Anfang 2013 erzielten sie mit einem Volksbegehren, das auch DIE LINKE unterstützt hat, einen großen Erfolg: Nachdem mehr als 100 000 Menschen das Anliegen unterstützt hatten, übernahm die rot-rote Landesregierung ihre Forderung. Fortan verhandelte Brandenburg mit den beiden anderen Anteilseignern der Flughafengesellschaft, dem Bund und Berlin, über einen besseren Lärmschutz.

Um Druck auf den Bund auszuüben, beantragte DIE LINKE. im Bundestag, der Bund möge dem Antrag des Bundeslandes Brandenburg auf ein generelles Nachtflugverbot zustimmen. Verkehrsexperte Herbert Behrens (DIE LINKE) erklärte, es sei „verantwortungslos, Nachtflüge über dicht besiedeltem Gebiet zulassen zu wollen“.

Doch der Bund und Berlin blockierten und lehnten ab. Margitta Mächtig, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Landtag Brandenburg, erklärte nach dieser Entscheidung: „Wir werden für die berechtigten Forderungen der Anliegerinnen und Anlieger nach mehr Nachtruhe kämpfen.“