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Energie effektiver nutzen

erschienen in Klar, Ausgabe 5,

Erneuerbare Energien sind längst kein Nischenprodukt mehr. Zwölf Prozent des Stroms werden bereits so erzeugt. Zunehmend ersetzen erneuerbare Energien teure Öl- und Gasimporte, die häufig Ursache für Konflikte und Kriege sind.

»Erneuerbare Energien dienen nicht nur dem Klima, sondern auch dem Frieden«, meint die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva Bulling-Schröter.

Die Branche boomt. In den letzten beiden Jahren entstanden 40 000 neue Arbeitsplätze, während in der herkömmlichen Energiewirtschaft immer wieder Teile der Belegschaften entlassen wurden. Dank der umweltfreundlichen Energie stiegen allein im letzten Jahr rund einhundert Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger in die Luft auf.

Vier Konzerne - RWE, E.on, Vattenfall Europe und EnBW - kontrollieren achtzig Prozent der Stromerzeugung. Die Monopolisten halten das Angebot knapp, weshalb der Strompreis zu Spitzenzeiten um bis zu dreißig Prozent überhöht ist. Ein weiterer Trick: Der Preis für Strom wird am teuersten Spitzenlast-Kraftwerk bestimmt, das nur kurzfristig bei hoher Stromnachfrage zugeschaltet wird. Das ist in etwa so, als würde für alle Äpfel auf dem Wochenmarkt immer das teuerste Preisschild gelten - egal ob sie wurmstichig sind oder nicht.

Über Netzgebühren nehmen die Konzerne jährlich rund zwanzig Milliarden Euro ein. Nur rund zehn Prozent davon werden aber wieder in die Netze investiert. Der Rest wandert in die Konzernkassen. Noch einmal jährlich fünf Milliarden Euro kommen durch den Emissionshandel hinzu, weil die Bundesregierung die notwendigen Zertifikate kostenfrei gewährte. Mit der höheren Mehrwertsteuer stiegen die Energiepreise noch einmal kräftig an. Die Zeche zahlen die Bürgerinnen und Bürger über die Energierechnung.

DIE LINKE. fordert den Ausstieg aus der fossil-atomaren Energiewirtschaft. Durch eine clevere Nutzung von Strom, Wärme und Kraftstoffen kann der Energieverbrauch halbiert werden. Dadurch reicht das Potenzial von Wind, Wasser, Sonne, Bioenergie und Erdwärme weitgehend zur Deckung des Energiebedarfs.

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