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Eine Frage der Gerechtigkeit

Von Ulrich Maurer, erschienen in Klar, Ausgabe 28,

Weihnachtsgeld ist kein Geschenk, sondern zusätzlicher Lohn für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für ihre Leistung, argumentiert Ulrich Maurer

Die Unterschiede in der Verteilung von Weihnachtsgeld spiegeln die Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft. Frauen und Ostdeutsche, prekär Beschäftigte und Beschäftigte ohne gewerkschaftliche Vertretung gucken in die Röhre. Banker hingegen haben auch beim Weihnachtsgeld Grund zu feiern. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit bleibt zu Weihnachten ein frommer Wunsch. Der Koalitionsgipfel hat gezeigt, dass die Bundesregierung keine Antwort auf diese drängenden gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten hat.

Dabei gibt es Alternativen. Statt Almosen für alte Menschen wollen wir eine Rente, in die alle einzahlen und die damit ein Rentenniveau ermöglicht, das ein Leben im Alter in Würde sicherstellt. Statt Herdprämie wollen wir eine flächendeckende Kita-Versorgung für alle Kinder, damit Beruf und Familie unter einen Hut gebracht werden können.

Die Abschaffung der Praxisgebühr ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir wollen ein Gesundheitssystem, in das alle einzahlen und das allen gute Leistungen bietet. Und letztlich führt am Mindestlohn kein Weg vorbei, wenn Altersarmut bekämpft werden und ein Leben ohne Existenzangst möglich sein soll.

 

Ulrich Maurer ist stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE

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