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Eine bessere Welt ist möglich

erschienen in Klar, Ausgabe 5,

Vom 6. bis zum 8. Juni residieren die acht mächtigsten Regierungschefs der Welt im Kempinski Grandhotel im Ostsee-Badeort Heiligendamm. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit arbeiten die G8 an ihrer Version der Welt im Interesse der großen Konzerne. »Teile und herrsche«, so ihr Motto.

»Das Leitbild der G8 ist der Profit der Konzerne, nicht Nachhaltigkeit«, sagt Wolfgang Gehrcke (Fraktion DIE LINKE.). Der Experte für internationale Politik verweist auf die Rohstoffkriege im Nahen und Mittleren Osten. Auch für die Zerstörung der Umwelt sind die acht Industriestaaten mitverantwortlich: Sie verursachen 43 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. Und: Die G8 sind nicht demokratisch gewählt, kein Parlament der Welt kontrolliert ihre Macht. Gehrcke hält deshalb die selbsternannte Weltregierung für nicht reformierbar.

DIE LINKE. fordert Demokratie statt Elite-Herrschaft und die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten. Sie setzt auf die Bewegung für weltweite Gerechtigkeit, auf Gewerkschaften und die Selbstorganisation der Betroffenen.
Seit Jahren protestieren Umweltschützer, Globalisierungskritikerinnen und Kriegsgegner gegen die Politik der G8 und für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Ihr Motto: »Sie sind acht, wir sind sechs Milliarden!«

Zur Demonstration am 2. Juni in Rostock rufen auch die beiden Vorsitzenden der Linksfraktion, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, auf. DIE LINKE. gastiert mit Anhörungen und Fachgesprächen vom 3. bis zum 5. Juni in Bad Doberan bei Heiligendamm.

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