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Ein Ohr an den Mieterinitiativen

Von Caren Lay, erschienen in Clara, Ausgabe 42,

Ein immer größerer Anteil am Haushaltseinkommen geht für das Wohnen drauf. Wohnen wird immer mehr zum Luxus, Menschen werden verdrängt. Das ist eine große Umverteilung von unten nach oben, die wir verhindern müssen. Dazu braucht es nicht nur eine starke LINKE in den Parlamenten, sondern auch eine starke Bewegung, die Druck macht. Deshalb haben wir jetzt schon zum dritten Mal den Mietenpolitischen Ratschlag ausgerichtet.

Wir wollen hinhören, wo der Schuh drückt, und gemeinsam überlegen, wie wir die Rechte von Mieterinnen und Mietern durchsetzen können. Die Lobby von Wohnungswirtschaft und Vermietern ist gut organisiert, daher braucht es mehr Druck im Interesse der Mieterinnen und Mieter.

Es kann sich durchaus lohnen, wenn Mieterinnen und Mieter den Widerstand selbst in die Hand nehmen. Im Frühjahr kontaktierte mich eine Gruppe von Mieterinnen und Mietern in Kreuzberg, die einen starken Mietanstieg im Zuge einer Sanierungsmaßnahme zu erwarten hatten. Dagegen setzten sie sich zur Wehr und machten öffentlich Druck. Mit Erfolg! Der Vermieter sagte die Maßnahmen ab.