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Ein Kick für den Frauenfußball

Von Katrin Kunert, erschienen in Clara, Ausgabe 20,

Katrin Kunert sagt: »Fußball öffnet Türen«.

Was finden Sie so klasse an der Turbine-Mannschaft?
Turbine ist ein Verein aus dem Osten. Die Mannschaft ist so stabil, hat sich in einem rasanten Tempo entwickelt. Ich freue mich, weil sie schon lange erfolgreich ist. Außerdem finde ich die Spielerinnen sympathisch, und der Trainer ist einfach eine Institution.

Im Frühling waren Sie zusammen mit dem DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und mit Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen auf »Welcome-Tour« in Nordkorea.Die Fußballfrauen dort sind Weltspitze, wie war die Begegnung?
Vielleicht eine Beobachtung am Rande: In Nordkorea dürfen Frauen kein Fahrrad fahren, aber im Frauenfußball setzen sie Maßstäbe. Sie haben einen starken Nachwuchs, unglaublich viele Talente, gerade bei den ganz jungen Mädchen. Für uns war die Begegnung ambivalent. Es gab Stimmen, die meinten, man würde das Land »aufwerten«, wenn wir mitreisen. Aber der Sport kann an manchen Stellen Türen öffnen, wo Politik längst steckengeblieben ist. Wir durften mit der Frauenmannschaft reden. Zum Schluss, als wir ihnen das Maskottchen »Paule« schenkten, lächelten sie sogar, ihre Anspannung war verflogen.

Wagen Sie einen Tipp?
Ich lege mich da nicht fest. Aber im eigenen Land zu spielen ist ja wie fünf Meter Rückenwind. Auf jeden Fall wird es ein Familienfest. So viele Stadien sind schon ausverkauft. Und es wird einen Kick geben für den Mädchenfußball.

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