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Ein Anruf genügt

erschienen in Clara, Ausgabe 40,

Unter falschem Namen hat der Finanzexperte Fabio De Masi (DIE LINKE) bei der Kanzlei Mossack Fonseca angerufen.

»Im Europäischen Parlament befasse ich mich mit den Steuertricks der Konzerne und Superreichen. Für den Enthüller der sogenannten Lux-Leaks, den früheren Wirtschaftsprüfer Antoine Deltour, habe ich als Zeuge vor Gericht ausgesagt. Auch mit Rudolf Elmer, dem Whistleblower und früheren Manager der Schweizer Bank Julius Bär, bin ich befreundet. Durch mein Engagement bekam ich Kontakt zu weiteren Personen, die auspacken wollten. Darunter war auch ein Informant, der mich auf die Kanzlei Mossack Fonseca stieß.

Ich wollte wissen, wie einfach es ist, kriminelles Geld zu waschen und Steuern zu hinterziehen. Noch vor der Veröffentlichung der Panama Papers rief ich bei der Kanzlei in Panama an, gab mich als deutscher Geschäftsmann aus und sagte, ich wolle 2,5 Millionen Euro kriminelles Geld in eine anonyme Stiftung stecken. Man versprach mir schnell und unkompliziert Hilfe.«

 

Fabio De Masi (DIE LINKE) ist Mitglied des Europäischen Parlaments

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