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Editorial

Von Cornelia Möhring, erschienen in Querblick, Ausgabe 16,

Sozialleistungen für Geringverdienende, Familien und Hartz-IV-BezieherInnen werden drastisch gekürzt. Beschäftigte sollen steigende Kosten der Krankenversicherung demnächst alleine tragen, und soziale Gerechtigkeit ist Frau Merkel genau fünf Euro wert.

In dieser Zeit der sozialen Kälte erscheint eine »querblick«-Ausgabe, die sich mit dem Thema Krieg und Geschlechterverhältnisse anlässlich des 10. Jahrestages der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates beschäftigt. Ist das nicht eine Luxusdiskussion, die von den wirklichen Sorgen ablenkt?

Nein, das ist sie nicht. Denn zu den großen Sorgen der Menschen gehört die um eine friedliche Entwicklung der Welt. Und nur DIE LINKE kann dafür sorgen, dass die Friedensfrage weiter im Bewusstsein der Öffentlichkeit bleibt. Schließlich sind wir die einzigen, die von Anfang an konsequent Nein zu allen Kampfeinsätzen und zur Kriegsbeteiligung Deutschlands gesagt haben. Während SPD und Grüne sich heute in der Opposition lautstark um Ausrüstung und Leben der Soldaten am Hindukusch Sorgen machen, haben sie als Regierungskoalition mit dem Angriff auf Belgrad das gesellschaftliche Tabu »Nie wieder Krieg« als erste gebrochen.

Die Autorinnen dieser Ausgabe vertreten sehr kontroverse Meinungen zum Verhältnis von Krieg und Geschlecht. Aber sie sind sich einig in der Ablehnung der Gewalt als Methode für Konfliktlösungen. Das ist eine gute Basis für unsere Debatten.

Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und Vorstandsmitglied der Fraktion DIE LINKE

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