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Duisburg demonstriert gegen Rassismus

erschienen in Klar, Ausgabe 17,

Rund 6000 Menschen aus Duisburg und Umgebung haben am 28. März 2010 lautstark und friedlich gegen den Aufmarsch von Pro NRW und NPD demonstriert.

Rund 6000 Menschen aus Duisburg und Umgebung haben am 28. März 2010 lautstark und friedlich gegen den Aufmarsch von Pro NRW und NPD demonstriert. Sie blockierten die Anfahrtswege der Rechtsextremen und sorgten dafür, dass diese ihre Kundgebung nur mit Verspätung abhalten konnten und auf einen Teil ihrer Demonstration verzichten mussten.

Aufgerufen zu den Gegendemonstrationen hatte das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“, an dem sich unter anderem Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbände beteiligten. Auch DIE LINKE war Teil dieses Bündnisses. Gemeinsam wollte man den Aufmarsch der Nazis verhindern. „Die Nazis wollen das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kultur und Religion zerstören“, erklärt Azad Tarhan, einer der Initiatoren des Bündnisses.

Während die NPD offen als Nazi-Partei auftritt, tarnt sich die rechtspopulistische Partei Pro NRW als Bürgerbewegung. In manchen Städten hat sie bei Wahlen mehr als fünf Prozent der Stimmen erhalten. Den Islam betrachten beide Parteien als Feind. Sie hetzen gegen Moscheen, Minarette und Muslime. Pro NRW pflegt zudem enge Kontakte zu europäischen Rechten wie Vlaams Belang aus Belgien oder der FPÖ aus Österreich.

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