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Die Rente muss zum Leben reichen

Von Sabine Zimmermann, erschienen in Clara, Ausgabe 38,

Sabine Zimmermann kritisiert, dass immer mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten müssen.

Immer mehr Seniorinnen und Senioren haben einen Minijob. Diese Zunahme nicht als Beleg für die steigende Altersarmut zu verstehen, hieße die Augen vor der Realität zu verschließen.    Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass viele auf das zusätzliche Geld angewiesen sind, da ihre Renten nicht zum Leben reichen. Das Rentenniveau sinkt beständig und immer mehr Rentnerinnen und Rentner beziehen Grundsicherung im Alter. Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger stieg von 257.734 im Jahr 2003 auf 512.198 Ende 2014.   Rentnerinnen und Rentner sollen sich gerne etwas hinzuverdienen dürfen, verhindert werden muss aber, dass dies zum Überleben notwendig ist. Deswegen muss die gesetzliche Rente wieder existenzsichernd sein. Das Rentenniveau muss wieder angehoben werden, auf mindestens 53 Prozent. Die Kürzungsfaktoren und die Rente erst ab 67 müssen abgeschafft, dafür muss die solidarische Mindestrente eingeführt werden.    Aber auch dem ausufernden Niedriglohnsektor muss ein Riegel vorgeschoben werden. Der Mindestlohn ist nicht ausreichend, damit Arbeit und auch die Renten wieder existenzsichernd werden. Dafür gibt es zu viele Ausnahmen, und mit 8,50 Euro ist der Mindestlohn einfach zu gering bemessen.   Sabine Zimmermann ist stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE   

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