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DIE LINKE fordert Bundesverdienstkreuz für Beate Klarsfeld

erschienen in Klar, Ausgabe 14,

Gregor Gysi hat am 7. Mai bei einem Empfang der Fraktion DIE LINKE Beate Klarsfeld für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen: „Das soll nicht nur eine Ehrung für Beate Klarsfeld sein, sondern auch eine Besinnung für die Bundesrepublik Deutschland“, sagte der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Mit dieser Auszeichnung soll sie für ihre Hartnäckigkeit bei der Verfolgung von Naziverbrechern gewürdigt werden. Er kündigte an, sich in Kürze mit einem Brief an den Bundespräsidenten zu wenden.

Beate Klarsfeld hatte 1968 dem damaligen CDU-Bundeskanzler Kiesinger öffentlich eine Ohrfeige verpasst, um seine Nazi-Vergangenheit anzuprangern. Die heute 70-Jährige hat in den letzten vier Jahrzehnten zahlreiche nationalsozialistische Gewalttaten aufgedeckt und unbehelligt lebende Täter aufgespürt, beispielsweise den „Schlächter von Lyon“, Klaus Barbie.

Bei diesem Empfang am Vorabend des Tages der Befreiung vom Hitlerfaschismus, begrüßte Gesine Lötzsch die gebürtige Berlinerin und ihren Partner Serge Klarsfeld im Bundestag. „Diese Einladung soll ein Dank sein für jahrelanges Engagement“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.

Anschließend besuchten Beate und Serge Klarsfeld die Weltkinopremiere des Films „Die Hetzjagd“ im Kino Babylon in Berlin. Der Thriller, in dem Franka Potente die Hauptrolle spielt, erzählt die Geschichte von Beate Klarsfelds größtem Erfolg: der Entdeckung und Auslieferung des später zu lebenslanger Haft verurteilten Klaus Barbie. Beate Klarsfeld zeigte sich „beeindruckt“ vom Programm, das die Fraktion DIE LINKE zusammengestellt hatte, und dankte in einem Schreiben an Gesine Lötzsch „nochmals ganz herzlich für den sehr freundlichen Empfang“.

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