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Die Krisenverlierer begehren auf

erschienen in Klar, Ausgabe 28,

Milliardenschwere Bankenrettungen, Sozialkürzungen und hohe Arbeitslosigkeit – die aktuelle Krisenpolitik hat Millionen Menschen zu Verlierern gemacht

In mehr als 20 europäischen Ländern sind am 14. November 2012 Millionen Menschen gegen Spardiktat und Sozialabbau auf die Straße gegangen. Europaweit ist nämlich die Arbeitslosigkeit seit dem Jahr 2008 um 48 Prozent gestiegen, in Spanien um 116 Prozent, in Griechenland sogar um 156 Prozent. In einigen Staaten liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 50 Prozent. Die Wut ist groß. Klar zeigt, wie und wogegen die Menschen aufbegehren.

Portugal
Die Regierung hat Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Löhne gekürzt. Im Durchschnitt müssen Beschäftigte auf einen vollen Monatslohn verzichten. Gleichzeitig wurde die Einkommensteuer um 30 Prozent erhöht, worunter auch geringverdienende Menschen leiden.

Griechenland
Der Staat hat Hunderttausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst rausgeschmissen. Die Ausgaben im Gesundheitsbereich strich die Regierung um die Hälfte. Obdachlosigkeit ist zu einem Massenphänomen geworden. Seit Beginn der Krise stieg die Zahl der Selbstmorde um mehr als 40 Prozent.

Spanien
Wegen Arbeitslosigkeit können viele Menschen die Hypotheken für ihre Wohnungen nicht mehr bezahlen. Seit dem Jahr 2007 schmissen Banken und Polizei deshalb mehr als 400000 Menschen aus ihren Wohnungen – bis zu 530 Fälle pro Tag. Derzeit droht 400000 weiteren Menschen in Spanien aus demselben Grund die Obdachlosigkeit.

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