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Den Reichen hat die Krise nicht geschadet

erschienen in Klar, Ausgabe 19,

Susanne Klatten geht es blendend. Die Wirtschaftskrise hat Deutschlands reichster Frau nicht geschadet. Im Gegenteil: Mitten in der Krise kaufte sie sich für 300 Millionen Euro sogar bei SGL, einem großen Carbon-Produzenten, ein. Zum Firmenimperium der acht Milliarden schweren Frau gehören außerdem die Automobilfabrik BMW, der Chemiekonzern Altana und der Windturbinenhersteller Nordex.

Weltweit sind die Reichen trotz Wirtschaftskrise noch reicher geworden. Laut Welt-Vermögensbericht gab es  Ende 2009 rund zehn Millionen Menschen, die über mehr als eine Million US-Dollar verfügten – Jachten und Villen nicht mitgerechnet. Zusammen besitzen sie ein Vermögen von 39000 Milliarden Euro, rund 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auch in Deutschland stieg die Zahl der Millionäre um 51000. In den letzten zehn Jahren sind die Einkommen aus Vermögen und Unternehmenstätigkeit um mehr als 30 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum wuchs das private Geldvermögen von 3500 Milliarden Euro auf 4600 Milliarden Euro.

Seit dem Jahr 1997 gibt es hierzulande keine Vermögensteuer mehr. Susanne Klatten spart so 0,5 Prozent Steuern auf ihre Aktienpakete. Alleine für ihre BMW-Anteile kassiert die 49-Jährige jedes Jahr mehrere Millionen Euro zusätzlich.

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