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Das ist der Deal von Regierung und Wirtschaft

erschienen in Klar, Ausgabe 19,

Die Energiekonzerne EnBW, RWE, E.ON und Vattenfall dürfen ihre sieben alten Atomkraftwerke (AKW) weitere acht Jahre, ihre zehn neuen AKWs sogar zusätzliche 14 Jahre betreiben. Abhängig von der Entwicklung des Strompreises erhöhen sich die Profite der Energiekonzerne durch diese Laufzeitverlängerung um 76 bis 100 Milliarden Euro. Im Gegenzug müssen die Energiegiganten von 2011 bis 2016 jährlich schätzungsweise 1,8 Milliarden Euro an Kernbrennstoffsteuer zahlen. Hinzu kommt eine Sonderabgabe von insgesamt 16,2 Milliarden Euro in den nächsten Jahrzehnten. Diese Abgabe verringert sich um den Betrag, den der AKW-Betreiber oberhalb von 500 Millionen Euro in die Sicherheit investiert. Die Abgabe entfällt gänzlich, sobald eine neue Regierung die Laufzeitverlängerung zurücknimmt.

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