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Das fordert DIE LINKE in der Rentenpolitik

erschienen in Klar, Ausgabe 10,

1. Lebensstandardsicherung gesetzlich festlegen

Die Rente muss den Lebensstandard im Alter garantieren. Wer lange einzahlt, muss wie früher 70 Prozent des durchschnittlichen Einkommens rausbekommen.

2. Kürzungsfaktoren abschaffen

Alle Kürzungsfaktoren (Riester- und Nachhaltigkeitsfaktor) bei den jährlichen Rentenerhöhungen werden abgeschafft. Die Renten folgen wieder den Löhnen.

3. Alle zahlen ein - die Solidarität stärken

Schrittweise werden alle Erwerbstätigen in die Rentenkasse einbezogen und die Beitragsbemessungsgrenze aufgehoben. Um Altersarmut zu bekämpfen, werden die Ausbildungszeit und für jedes Kind drei Jahre Erziehungszeit in der Rente anerkannt. Die Beiträge des Bundes für Arbeitslose werden deutlich heraufgesetzt und Rentenpunkte für niedrige Einkommen um bis zu 50 Prozent aufgestockt.

4. Gerechte Beiträge statt privater Zusatzversicherung

Die Begrenzung des Beitragssatzes wird aufgehoben. Beschäftigte und Arbeitgeber zahlen jeweils 14 Prozent. Die Beschäftigten sparen die private Vorsorge. Rentenexperte Volker Schneider (DIE LINKE): »Die Riester-Rente ist sozial ungerecht, Arbeitgeber bezahlen keinen Beitrag« (siehe Grafik rechts).

5. Nein zur Rente erst ab 67

Die Rente erst ab 67 ist eine getarnte Rentenkürzung und muss weg. An ihre Stelle treten flexible Ausstiegsmöglichkeiten, die Altersteilzeit wird weiter gefördert.

6. Gleiche Renten in Ost und West

Die Rente Ost wird auf das Rentenniveau West angehoben. Ungerechtigkeiten bei der Überleitung des Ost-Renten-Systems müssen beseitigt werden.

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