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CDU/CSU und SPD: Koalition für die Reichen

erschienen in Klar, Ausgabe 8,

Reiches Deutschland: 2002 betrug das Gesamtvermögen in Deutschland rund 5,4 Billionen Euro. Den Top-10-Prozent der Bevölkerung gehört davon mehr als die Hälfte, im Durchschnitt besitzen sie laut DIW-Studie 270000 Euro pro Person.

Armes Deutschland: Die unteren zwei Drittel der Bevölkerung verfügen gerade mal über zehn Prozent aller Vermögen. 30 Prozent haben überhaupt nichts. Viele sind hoch verschuldet.

Erst Schröder (SPD), dann Merkel (CDU) füttern die Reichen - und schröpfen die Armen: Zwischen 1991 und 2004 stiegen die Vermögenseinkommen um etwa 43 Prozent. Die Gewinne um 27 Prozent. Die Reallöhne sanken hingegen zwischen 1995 und 2006 um 0,5 Prozent.

Noch krasser: Während die Löhne kollabieren, explodieren die Managergehälter. Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, streicht jährlich fast 400 Mal so viel ein wie eine Bankangestellte. Und: Versagen die Manager, kassieren sie Millionen-Abfindungen, die Beschäftigten werden auf die Straße gesetzt.

Bereits im November hatte DIE LINKE gefordert, Managergehälter auf das 20-Fache des Durchschnittsgehalts zu beschränken. CDU/CSU und SPD lehnten im Bundestag ab - und kritisierten danach die Manager-Millionen in der Öffentlichkeit. “Heuchlerisch” sei das, analysiert Steuerexpertin Barbara Höll (DIE LINKE).

Kritik auch von IG BAU-Chef Wiesehügel: “Es ist merkwürdig, den Spitzensteuersatz auf 42 Prozent und am liebsten noch weiter zu senken und dann über Höchstgehälter zu redden.” DIE LINKE plädiert für einen Spitzensteuersatz von bis zu 70 Prozent.

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