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„Beschäftigte sind völlig unterbezahlt“

Von Jörn Wunderlich, erschienen in Clara, Ausgabe 34,

Familienexperte Jörn Wunderlich unterstützt die Forderungen der Kitabeschäftigten.

Bei den Sozial- und Erziehungsdiensten stehen Anfang des Jahres 2015 Tarifauseinandersetzungen an. Sind die Forderungen wie etwa mehr Lohn berechtigt?   Jörn Wunderlich: Ja. Es ist bekannt, dass die Beschäftigten völlig unterbezahlt sind. Es ist erforderlich, den Beruf attraktiver zu gestalten. Die Gehälter sind deutlich anzuheben, der Betreuungsschlüssel ist zu senken. Die damit verbundenen Mehrbelastungen der Kommunen sind im Rahmen einer Bildungsoffensive von Bund und Ländern zu tragen. Dass so etwas möglich ist, beweist die Aufhebung des Kooperationsverbots im Hinblick auf die Finanzierung von Hochschulen.   Wie unterstützt die DIE LINKE die Anliegen der Kitabeschäftigten?   Durch Anträge, Gesetzesinitiativen, Veranstaltungen vor Ort, Diskussionsrunden und durch kommunale Abgeordnete, die im Rahmen der Haushaltsberatungen versuchen, für eine bessere finanzielle Ausstattung in dieser Hinsicht zu sorgen.   Warum sollten Bürgerinnen und Bürger einen Streik unterstützen?   Weil es um ihre Kinder und deren Zukunft geht, mithin auch um die eigene Zukunft.   Was können Bürgerinnen und Bürger tun?   Sicherstellen, dass eine Notversorgung gewährleistet ist, damit nicht der Streik auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird und die Erzieherinnen und Erzieher nicht die Solidarität der Eltern aufs Spiel setzen.   Jörn Wunderlich ist familienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE

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