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Banken und Versicherungen kassieren 5,9 Milliarden Euro

Von Klaus Ernst, erschienen in Klar, Ausgabe 22,

Riester-Sparer abgezockt

Bis 2009 haben Banken und Versicherungen von den in die Riester-Renten eingezahlten Beiträgen mehr als 5,9 Milliarden Euro in ihre eigenen Taschen gesteckt. Dies wurde jetzt auf Anfrage der Linksfraktion bei der Bundesregierung bekannt. Laut Bundesregierung beträgt der Sparanteil bei Riester- Produkten im Durchschnitt nur 84 Prozent des Beitrags. Das heißt, mehr als 16 Prozent des eingezahlten Beitrags zur privaten Altersvorsorge gehen für die Riester-Sparer verloren und landen in den Taschen der Versicherer. Pikant dabei: Allein bis 2009 hat der Staat mit mehr als 8,2 Milliarden Euro Steuergeldern die Riesterrenten gefördert. Im Klartext: Die Regierung verschenkt davon 1,3 Milliarden Euro direkt an Banken und Versicherungen anstatt sie für die Renten der Menschen zu verwenden. Klaus Ernst, Vorsitzender der Partei DIE LINKE, erklärte dazu: »Jetzt ist nicht mehr zu leugnen, dass von den Riesterzulagen vor allem Banken und Versicherungenprofitieren. Milliarden versickern in deren Kassen.« Die staatlichen Subventionen für die Riester-Renten, so Ernst weiter, seien besser aufgehoben für die Finanzierung einer armutsfesten Mindestrente

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