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Auf die Kommunen kommt’s an

Von Eva Bulling-Schröter, erschienen in Klar, Ausgabe 28,

Gerade Stadtwerke und Kommunen können eine maßgebliche Rolle bei der Energiewende spielen – wenn sie die Mittel dafür haben, fordert Eva Bulling-Schröter

Die Erde heizt sich auf. Trotzdem werden weiterhin Kohle und Erdöl verbrannt. Damit muss Schluss sein. In den nächsten zehn Jahren steigt Deutschland aus der gefährlichen Atomenergie aus. Wir denken, das ginge sogar schneller.

Die Zukunft gehört Wind, Sonne, Wasser und Biomasse. Sie könnten bis zum Jahr 2020 bereits die Hälfte der Stromversorgung sichern. Die Kosten der Energiewende dürfen dabei aber nicht einseitig bei der Bevölkerung landen. Auch Industrie und Stromversorger müssen endlich ran.

Gerechte Energiepreise sind aber nur eine Seite des Wandels. Beschäftigung, Mitbestimmung und regionale Wertschöpfung eine weitere. Darum setzen wir uns für Energienetze in öffentlicher Hand ein und wollen Energieerzeugung rekommunalisieren.

Gerade Stadtwerke und Kommunen können eine maßgebliche Rolle bei der Energiewende spielen – wenn sie die Mittel dafür haben. Sie können regional die Strom- mit der Wärmeproduktion verbinden und so Schwankungen beim Ökostromangebot ausgleichen. Dafür müssen sie Wärmespeicher betreiben und künftig auch Großspeicher für Strom. Sie können zudem Bauern vor Ort für die Biomasseverstromung einbinden.

Und sie können den Gewinn aus all diesen Aktivitäten in soziale und kulturelle Projekte stecken. Denn dort ist er besser aufgehoben als bei den Aktionären von RWE & Co.

 

Eva Bulling-Schröter ist umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

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