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Arbeit muss sich wieder lohnen

Von Jutta Krellmann, erschienen in Klar, Ausgabe 28,

DIE LINKE war die erste Partei, die einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn gefordert hat – das war vor zehn Jahren, erinnert Jutta Krellmann

Immer mehr Menschen arbeiten in Deutschland zu Hungerlöhnen. Fast eineinhalb Millionen Frauen und Männer bekommen inzwischen weniger als fünf Euro pro Stunde, vier Millionen Menschen erhalten weniger als sieben Euro.

Das ist ein Problem für alle. Denn weil es kein gesetzliches Stoppzeichen für die Lohndrückerei und Profitgier der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gibt, werden auch die mittleren Einkommen nach unten gedrückt. Deutschland ist das Land der sinkenden Realeinkommen. Trotz steigender Lebenshaltungskosten.

Der Wert der Arbeit wird mit Füßen getreten – egal, ob wertschöpfend oder im Dienstleistungsbereich. Insbesondere diejenigen, die unsere Alten pflegen, unsere Kinder betreuen, körperlich schwer arbeiten oder wichtige Dienstleistungen des Alltags erbringen, kommen mit ihrem Lohn kaum mehr über die Runden. Viele von ihnen müssen mit Hartz IV aufstocken und fürchten sich vor schlechten Renten im Alter. Das ist einfach menschenunwürdig – Schluss damit!

DIE LINKE war die erste Partei, die einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn gefordert hat – das war vor zehn Jahren. Inzwischen sind viele verbal auf den Zug aufgesprungen.
Aber Vorsicht! Nicht überall, wo Mindestlohn draufsteht, ist auch ein guter Mindestlohn drin. Wer auskömmliche Löhne und gute Renten haben will, der muss klipp und klar sagen: zehn Euro die Stunde, überall und gesetzlich.

 

Jutta Krellmann ist Sprecherin für Arbeits- und Mitbestimmungspolitik der Fraktion DIE LINKE

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