Pressemitteilungen der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/ RSS Feed der Pressemitteilungen der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag de-de Fraktion DIE LINKE. im Bundestag Wed, 27 Apr 2022 00:28:22 +0200 Wed, 27 Apr 2022 00:28:22 +0200 TYPO3 EXT:news news-55793 Tue, 26 Apr 2022 16:40:03 +0200 Elon Musks Verständnis von Meinungsfreiheit ist potenziell demokratiegefährdend https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/elon-musks-verstaendnis-von-meinungsfreiheit-ist-potenziell-demokratiegefaehrdend/ Pressemitteilung 20. Legislatur „Der Aufkauf einer globalen Kommunikationsplattform durch einen einzelnen Milliardär zeigt die Schwächen und Gefahren eines ungebremsten Kapitalismus. So ermöglicht purer Reichtum, der nur durch die Kombination von leistungsloser Erbschaft, Ausbeutung und Steuervermeidung überhaupt entstand, einen Einfluss darauf, wie wir kommunizieren, welche Informationen mehr Reichweite bekommen und welche ausgebremst werden“, erklärt Anke Domscheit-Berg. „Der Aufkauf einer globalen Kommunikationsplattform durch einen einzelnen Milliardär zeigt die Schwächen und Gefahren eines ungebremsten Kapitalismus. So ermöglicht purer Reichtum, der nur durch die Kombination von leistungsloser Erbschaft, Ausbeutung und Steuervermeidung überhaupt entstand, einen Einfluss darauf, wie wir kommunizieren, welche Informationen mehr Reichweite bekommen und welche ausgebremst werden“, erklärt Anke Domscheit-Berg, digitalpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Tatsache, dass Elon Musk das soziale Netzwerk Twitter kauft und somit zukünftig die Spielregeln der Plattform mitbestimmt. Er kündigte an, Twitter zu einer Plattform für die „globale Meinungsfreiheit“ zu machen. Anke Domscheit-Berg weiter:

„Die Folgen können gravierend und demokratiegefährdend sein, weil zu erwarten ist, dass stärker als bisher Desinformationen, Verschwörungserzählungen und digitale Gewalt verbreitet werden. Ein extremes Beispiel erleben wir gerade in Russland, wo die Medienkontrolle durch Putin dazu führte, dass Menschen nicht einmal mehr ihren eigenen Angehörigen glauben. Neben zunehmendem Misstrauen in demokratische Institutionen und der direkten Beeinflussung demokratischer Kernprozesse wie Wahlen besteht auch die Gefahr weiterer Polarisierung und Aufstachelung zu Gewalt. So wurde der Völkermord an den Rohingya in Myanmar aber auch der Sturm auf das Capitol bei der letzten Wahl des US-Präsidenten wesentlich durch Algorithmen sozialer Medien gefördert. Wenn digitale Gewalt, insbesondere als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit - also z.B.  mit Formen von Homophobie, Antisemitismus, Rassismus oder Sexismus - weiter zunimmt, weil das für Elon Musk Meinungsfreiheit ist, werden öffentliche Debattenräume nicht nur ungemütlicher und werden von digitaler Gewalt betroffene Personen vermutlich Twitter eher verlassen als andere, sondern werden außerdem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch physische Gewalt und extremistische Tendenzen wieder zunehmen. Schon jetzt bevorzugen Algorithmen bei Facebook und Twitter Inhalte überproportional, die besonders polarisieren und aufregen.

Gerade wurden in der Europäischen Union neue Regeln für digitale Märkte und Plattformen erarbeitet. Ob sie sich auch in der Praxis bewähren, wird sich erst in Zukunft zeigen. Ich habe da meine Zweifel, hoffe es aber sehr, denn auch ein Twitter, das Elon Musk gehört, unterliegt den geltenden Gesetzen und damit potenziell empfindlichen Sanktionen bei Rechtsverstößen. 

Dieser Vorgang zeigt jedoch auch deutlich, warum es nicht nur gute Gesetze, sondern auch ein europäisches, gemeinwohlorientiertes soziales Netz als soziale Infrastruktur der digitalen Gesellschaft braucht, mit offener Software und transparenten Algorithmen, mit Regeln, die die Nutzer selbst festlegen, ohne Werbung und ohne irgendwelche anderen kommerziellen Zwecke. Ein solches soziales Netz sollte nicht staatlich kontrolliert, sondern unabhängig sein, aber es braucht eine nachhaltige und öffentliche Finanzierung. Es wird höchste Zeit, eine solche Alternative zu schaffen, aber auch vorhandene, gemeinwohlorientierte soziale Netze, das sogenannte Fediverse, mehr als bisher zu fördern.“

 

]]>
news-55790 Tue, 26 Apr 2022 14:03:37 +0200 Skandalurteil gegen Kavala muss Konsequenzen haben https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/skandalurteil-gegen-kavala-muss-konsequenzen-haben/ Pressemitteilung 20. Legislatur Auswärtiges „Die Bundesregierung darf es beim Skandalurteil gegen den Kulturmäzen Osman Kavala in der Türkei nicht nur bei wohlfeiler Kritik belassen, sondern muss umgehend Konsequenzen ziehen und sowohl die Waffenlieferungen wie auch die Finanzhilfen an Ankara beenden", erklärt Sevim Dagdelen. Andrej Hunko ergänzt: „Die völlige Missachtung der verbindlichen Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte durch die Türkei kann für den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht folgenlos bleiben." „Die Bundesregierung darf es beim Skandalurteil gegen den Kulturmäzen Osman Kavala in der Türkei nicht nur bei wohlfeiler Kritik belassen, sondern muss umgehend Konsequenzen ziehen und sowohl die Waffenlieferungen wie auch die Finanzhilfen an Ankara beenden. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ist gefordert, sich endlich auch mit Nachdruck für die Freilassung anderer politischer Gefangener in der Türkei wie den ehemaligen HDP-Fraktionsvorsitzenden Selahattin Demirtas einzusetzen“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss.

Andrej Hunko, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, ergänzt: „Die völlige Missachtung der verbindlichen Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte durch die Türkei kann für den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht folgenlos bleiben. Die Linksfraktion in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats hat entsprechende Schritte gegen die Türkei unterstützt. In einem ersten Schritt wurde heute eine Sitzung des Monitoring-Ausschusses in Ankara im Mai abgesagt. Die Umsetzung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in den Fällen Osman Kavala und auch Selahattin Demirtaş ist für die Mitarbeit im Europarat unabdingbar.“

]]>
news-55789 Tue, 26 Apr 2022 13:32:48 +0200 Nein zur Aufrüstung durch die Hintertür https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/nein-zur-aufruestung-durch-die-hintertuer/ Pressemitteilung 20. Legislatur Verteidigung „Die Bundesregierung betreibt eine Hochrüstungspolitik durch die Hintertür. Das von Olaf Scholz verkündete ‚Sondervermögen Bundeswehr‘ in Höhe von 100 Milliarden Euro etwa ist nicht Teil des Haushaltspostens für Verteidigung und muss somit nicht in den Ausschüssen des Bundestages beraten werden. Dieser Vorgang ist das Paradebeispiel eines Demokratie- und Transparenzdefizits, welches sich wie ein roter Faden durch die gesamte Regierungsarbeit zieht. Mehr Aufrüstung bringt sicher keinen Frieden. Die 100 Milliarden sollten besser in Soziales, Bildung und das Gesundheitssystem investiert werden“, erklären Ali Al-Dailami, stellvertretender Vorsitzender und verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, und Zaklin Nastic, Obfrau im Verteidigungsausschuss und menschenrechtspolitische Sprecherin, zum Entwurf des Verteidigungshaushalts 2022. „Die Bundesregierung betreibt eine Hochrüstungspolitik durch die Hintertür. Das von Olaf Scholz verkündete ‚Sondervermögen Bundeswehr‘ in Höhe von 100 Milliarden Euro etwa ist nicht Teil des Haushaltspostens für Verteidigung und muss somit nicht in den Ausschüssen des Bundestages beraten werden. Dieser Vorgang ist das Paradebeispiel eines Demokratie- und Transparenzdefizits, welches sich wie ein roter Faden durch die gesamte Regierungsarbeit zieht. Mehr Aufrüstung bringt sicher keinen Frieden. Die 100 Milliarden sollten besser in Soziales, Bildung und das Gesundheitssystem investiert werden“, erklären Ali Al-Dailami, stellvertretender Vorsitzender und verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, und Zaklin Nastic, Obfrau im Verteidigungsausschuss und menschenrechtspolitische Sprecherin, zum Entwurf des Verteidigungshaushalts 2022.

Nastic weiter: „In der anstehenden Debatte im Verteidigungsausschuss am kommenden Mittwoch wird über wichtige Beschaffungsvorhaben wie beispielsweise den Kauf von F-35-Kampfjets gar nicht gesprochen, da dieser aus Mitteln des ‚Sondervermögens‘ finanziert werden soll. Wir lehnen die geplante Beschaffung des Atombombers F-35 genauso ab wie die Anschaffung der Kampfdrohne Heron TP.“

Al-Dailami abschließend: „Den Ankündigungen zur Hochrüstung der Bundeswehr ging keine gesellschaftspolitische Debatte voraus, sie wurde vom Kanzler einfach verkündet. Die Regierung sollte in Zukunft alle Verteidigungsausgaben im Einzelplan 14 aufführen, damit Beschaffungen nicht am Verteidigungsausschuss und somit ohne parlamentarische Kontrolle entschieden werden.“

]]>
news-55788 Tue, 26 Apr 2022 12:57:58 +0200 Uploadfilter müssen nach EuGH-Urteil auf den Prüfstand https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/uploadfilter-muessen-nach-eugh-urteil-auf-den-pruefstand/ Pressemitteilung 20. Legislatur Kultur und Medien „Auch wenn es leider nicht für eine komplette Absage an Uploadfilter gereicht hat: Es ist zu begrüßen, dass der Europäische Gerichtshof klargestellt hat, dass die Mitgliedstaaten konkrete und wirksame Maßnahmen zum Schutz der Nutzerrechte ergreifen müssen, um die DSM-Richtlinie zum Urheberrecht grundrechtskonform umzusetzen“, erklärt Petra Sitte. „Auch wenn es leider nicht für eine komplette Absage an Uploadfilter gereicht hat: Es ist zu begrüßen, dass der Europäische Gerichtshof klargestellt hat, dass die Mitgliedstaaten konkrete und wirksame Maßnahmen zum Schutz der Nutzerrechte ergreifen müssen, um die DSM-Richtlinie zum Urheberrecht grundrechtskonform umzusetzen“, erklärt Petra Sitte, Sprecherin für Medienpolitik der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des heutigen EuGH-Urteils zu Artikel 17 der Richtlinie über das Urheberrecht und die verwandten Schutzrechte im digitalen Binnenmarkt (DSM-Richtlinie, Aktenzeichen des Verfahren C-401/19). Sitte weiter:

„Die Behauptung, der deutsche Versuch, in der Richtlinienumsetzung durch das Urheberrechts-Diensteanbietergesetz (UrhDaG) derartige Schutzmaßnahmen zu schaffen, wäre ein 'Sonderweg', ist damit endgültig als Märchen entlarvt. Im Gegenteil: Es stellt sich nun vielmehr die Frage, ob diese Maßnahmen überhaupt ausreichen. Wir haben von Anfang an kritisiert, wie diese von Entwurf zu Entwurf des UrhDaG immer weiter verwässert wurden. Die vom EuGH nun formulierte Bedingung, dass keine automatische Filterung von Inhalten erfolgen darf, wenn die Unzulässigkeit dieser Inhalte erst durch eine unabhängige Prüfung festgestellt werden könnte, wird vom UrhDaG jedenfalls nicht erfüllt. Denn das hieße eigentlich, nur offensichtliche Urheberrechtsverletzungen zu filtern - während das UrhDaG die automatisierte Filterung immer vorsieht, wenn etwa mehr als die Hälfte eines Musikstücks verwendet wird, egal ob dies im Einzelfall etwa aufgrund einer Lizenz zulässig und auch entsprechend markiert ist.

Wir erwarten jetzt von der Bundesregierung, schnell eine Nachbesserung des UrhDaG vorzulegen, um die Maßnahmen zum Schutz der Grundrechte zu stärken und den Einsatz von Uploadfiltern so weit wie möglich einzuschränken."

 

]]>
news-55787 Tue, 26 Apr 2022 10:09:29 +0200 Neubaustrategie ändern – von Anfang an sozial und gemeinnützig https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/neubaustrategie-aendern-von-anfang-an-sozial-und-gemeinnuetzig/ Pressemitteilung 20. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wohnen „Die Neubaustrategie der Ampel setzt die alten Fehler fort. Nur ein Viertel der geplanten Wohnungen soll öffentlich gefördert werden, nur zum Teil handelt es sich dabei um Sozialen Mietwohnungsbau. Von jetzt an müssen alle neu gebauten Wohnungen gemeinnützigen Zielen verpflichtet sein und dem Aufbau eines gemeinnützigen Wohnungssektors dienen“, erklärt Caren Lay, mieten-, bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, anlässlich des morgigen Auftakttreffens des „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum“ von Bundesbauministerin Klara Geywitz. „Die Neubaustrategie der Ampel setzt die alten Fehler fort. Nur ein Viertel der geplanten Wohnungen soll öffentlich gefördert werden, nur zum Teil handelt es sich dabei um Sozialen Mietwohnungsbau. Von jetzt an müssen alle neu gebauten Wohnungen gemeinnützigen Zielen verpflichtet sein und dem Aufbau eines gemeinnützigen Wohnungssektors dienen“, erklärt Caren Lay, mieten-, bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, anlässlich des morgigen Auftakttreffens des „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum“ von Bundesbauministerin Klara Geywitz. Lay weiter:

„Neubau allein ist kein Programm – es kommt darauf an, was gebaut wird. In den vergangenen Jahren wurde am Bedarf vorbei gebaut: teure Luxuswohnungen, mehr Eigentums- als Mietswohnungen, nur 8,5 Prozent Sozialer Wohnungsbau. Es muss nun endlich um bezahlbare Wohnungen für Gering- und Normalverdienende gehen, der Bau von neuen Luxuswohnungen ist keine Lösung für die sozialen Probleme am Wohnungsmarkt. Daher müssen alle neu gebauten Wohnungen Teil der ‚Neuen Wohnungsgemeinnützigkeit‘ sein. In den Innenstadtkernen mit angespanntem Wohnungsmarkt sollen von jetzt an nur noch Sozialwohnungen gebaut werden, um die soziale Mischung zu erhalten. Der genossenschaftliche Wohnungsbau muss gestärkt werden. Es braucht zudem einen öffentlichen Bodenfonds, damit Grundstücke für gemeinnützigen Wohnungsbau zur Verfügung stehen. Mit einem Privatisierungsstopp und Ankaufprogrammen muss der Bestand öffentlicher Liegenschaften vergrößert werden. Leerstehende Büro- und Gewerbeflächen sind umzugestalten, damit neuer Wohnraum entstehen kann. Sämtliche Wohnbauförderungen müssen von jetzt an in den Aufbau eines neuen gemeinnützigen Wohnungssektors fließen. Das ist die einzige Chance, den anhaltenden Rückgang von Sozialwohnungen aufzuhalten. Allein in der letzten Wahlperiode sind 140.000 Sozialwohnungen durch das Auslaufen der Bindungen weggefallen.

Es ist bedauerlich, dass die Opposition und Mieteninitiativen von der Bundesbauministerin nicht zum Bündnis eingeladen wurden. Trotz weniger Verbesserungen ist es im Kern die Fortschreibung des alten und bislang wirkungslosen Bündnisses unter Horst Seehofer mit großem Übergewicht der Immobilienlobby.“

]]>
news-55786 Tue, 26 Apr 2022 09:09:53 +0200 Verhandlungsfrieden für die Ukraine statt US-Waffenstellertreffen in Ramstein https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/verhandlungsfrieden-fuer-die-ukraine-statt-us-waffenstellertreffen-in-ramstein/ Pressemitteilung 20. Legislatur Auswärtiges Verteidigung „Washingtons Waffenstellertreffen für die Ukraine auf dem US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz ist ganz offensichtlich ein gewollter politischer Affront und dreister Angriff auf die Souveränität Deutschlands. Es ist beschämend, dass die Ampel-Regierung den von den USA einberufenen Kriegsratschlag mit ausgewählten Staaten auf deutschem Boden nicht untersagt und eine eigene Teilnahme ablehnt, sondern auch noch Verteidigungsministerin Christine Lambrecht nach Ramstein entsendet. Es rächt sich bitter, dass das militärische Drehkreuz für US-Militärinterventionen und den globalen Drohnenkrieg nicht längst geschlossen wurde“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss und Sprecherin für Internationale Politik und Abrüstung. „Washingtons Waffenstellertreffen für die Ukraine auf dem US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz ist ganz offensichtlich ein gewollter politischer Affront und dreister Angriff auf die Souveränität Deutschlands. Es ist beschämend, dass die Ampel-Regierung den von den USA einberufenen Kriegsratschlag mit ausgewählten Staaten auf deutschem Boden nicht untersagt und eine eigene Teilnahme ablehnt, sondern auch noch Verteidigungsministerin Christine Lambrecht nach Ramstein entsendet. Es rächt sich bitter, dass das militärische Drehkreuz für US-Militärinterventionen und den globalen Drohnenkrieg nicht längst geschlossen wurde“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss und Sprecherin für Internationale Politik und Abrüstung. Dagdelen weiter:

„Bundeskanzler Olaf Scholz darf den Forderungen nach Lieferung von Panzern und anderen schweren Waffen an die Ukraine nicht nachgeben und damit die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gefährden. Deutschland darf nicht zur direkten Kriegspartei gemacht und der Ukraine-Konflikt zum dritten Weltkrieg ausgeweitet werden. Der Krieg in der Ukraine kann nur durch Verhandlungen beendet werden, nicht auf dem Schlachtfeld. Die Bundesregierung muss sich nach Kräften für einen Verhandlungsfrieden einsetzen statt den Krieg durch immer neue Waffenlieferungen an Kiew zu verlängern.“

]]>
news-55785 Mon, 25 Apr 2022 17:39:27 +0200 Energieembargo gegen Russland schadet auch der Bevölkerung hier https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/energieembargo-gegen-russland-schadet-auch-der-bevoelkerung-hier/ Pressemitteilung 20. Legislatur Auswärtiges „Die Bemühungen der EU-Kommission um ein Energieembargo gegen Russland schaden vor allem den Bevölkerungen in der EU. Es ist nicht hinnehmbar, dass mit den Plänen eines Energieboykotts allein in Deutschland ein massiver konjunktureller Einbruch und der Verlust hunderttausender Arbeitsplätze programmiert sind“, erklären Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, und Klaus Ernst, Vorsitzender im Ausschuss für Klimaschutz und Energie. „Die Bemühungen der EU-Kommission um ein Energieembargo gegen Russland schaden vor allem den Bevölkerungen in der EU. Es ist nicht hinnehmbar, dass mit den Plänen eines Energieboykotts allein in Deutschland ein massiver konjunktureller Einbruch und der Verlust hunderttausender Arbeitsplätze programmiert sind“, erklären Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, und Klaus Ernst, Vorsitzender im Ausschuss für Klimaschutz und Energie. Dagdelen und Ernst weiter:

„Die Bundesregierung muss sich auf dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs im Mai diesem selbstzerstörerischen Ansinnen verweigern. Statt einen Aufrüstungsfond von 100 Milliarden Euro aufzulegen, sollte die Bundesregierung in Energiesicherheit und den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien investieren.“

]]>
news-55784 Mon, 25 Apr 2022 13:21:53 +0200 Weltweite Rüstungsspirale beenden https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/weltweite-ruestungsspirale-beenden/ Pressemitteilung 20. Legislatur Auswärtiges Verteidigung „Dass die weltweiten Rüstungsausgaben erneut auf ein Rekordhoch gestiegen sind, während im globalen Süden über 820 Millionen Menschen Hunger leiden und im Verlauf der Coronapandemie unzählige Existenzen vernichtet wurden, ist ein riesen Skandal“, erklären Zaklin Nastic, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Verteidigungsausschuss und menschenrechtspolitische Sprecherin, und Ali Al-Dailami, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und verteidigungspolitischer Sprecher, angesichts der heute vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI veröffentlichten Zahlen zu den weltweiten Militärausgaben. „Dass die weltweiten Rüstungsausgaben erneut auf ein Rekordhoch gestiegen sind, während im globalen Süden über 820 Millionen Menschen Hunger leiden und im Verlauf der Coronapandemie unzählige Existenzen vernichtet wurden, ist ein riesen Skandal“, erklären Zaklin Nastic, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Verteidigungsausschuss und menschenrechtspolitische Sprecherin, und Ali Al-Dailami, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und verteidigungspolitischer Sprecher, angesichts der heute vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI veröffentlichten Zahlen zu den weltweiten Militärausgaben.

Al-Dailami weiter: „Laut Verteidigungsministerium sind die deutschen Ausgaben im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2020 um 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Bereits jetzt hat die Bundesregierung mit ihrem 100-Milliarden-Programm für die Bundeswehr und dem Versprechen, das Zwei-Prozent-Ziel der NATO künftig übererfüllen zu wollen, eine fatale Aufrüstungsspirale in Gang gesetzt.“

Nastic ergänzt: „Mit den aktuellen skandalösen Aufrüstungsplänen wird Deutschland von Platz 7 auf Platz 3 im weltweiten Ranking aufsteigen und damit direkt hinter den USA und China liegen. Mit diesem Geld könnte man den globalen Hunger bis 2030 bekämpfen oder für weniger als die Hälfte alle Schulen in Deutschland fit machen. Gerade angesichts des völkerrechtswidrigen Kriegs der Russischen Föderation gegen die Ukraine wäre die einzig verantwortungsvolle Politik, für weltweite Abrüstung und Verständigung zu streiten, statt uns durch sinnlose Hochrüstung alle ins Verderben zu stürzen.“

]]>
news-55773 Wed, 20 Apr 2022 11:12:04 +0200 Konsequenzen gegenüber NATO-Partner Türkei ziehen  https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/konsequenzen-gegenueber-nato-partner-tuerkei-ziehen/ Pressemitteilung 20. Legislatur Auswärtiges „Die Reaktion der Bundesregierung auf den völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türkei im Irak legt die ganze Heuchelei der deutschen Außenpolitik offen zu Tage“, erklärt Sevim Dagdelen. „Die Reaktion der Bundesregierung auf den völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türkei im Irak legt die ganze Heuchelei der deutschen Außenpolitik offen zu Tage. Überfällt ein NATO-Partner ein Nachbarland, ist von der Bundesregierung und der Grünen Außenministerin Baerbock nur Schweigen zu vernehmen. Die erklärten Grundsätze der deutschen Außenpolitik sind damit nur Makulatur“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages. Dagdelen weiter: 

„Solange EU und NATO die Völkerrechtsverstöße der Türkei nicht verurteilen und Konsequenzen ziehen, ist jedes Beschwören von Völkerrecht, Demokratie und Wertegemeinschaft blanker Hohn. 

Die Verbrechen des türkischen Präsidenten Erdoğan dürfen nicht weiter gedeckt werden. DIE LINKE fordert eine unmissverständliche Verurteilung dieses Völkerrechtsbruchs, ein sofortiges Verbot von Rüstungsexporten sowie Sanktionen gegen die türkischen Oligarchen und Kriegsprofiteure der türkischen Rüstungsindustrie. Nur so kann ein Minimum an Glaubwürdigkeit der deutschen Außenpolitik wiederhergestellt werden.“

 

 

]]>
news-55771 Tue, 19 Apr 2022 16:38:31 +0200 Rentenniveau anheben statt Aktienrente! https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/rentenniveau-anheben-statt-aktienrente/ Pressemitteilung 20. Legislatur Arbeit und Soziales „Es ist einfach nur zum Kopfschütteln. Wir brauchen jetzt eine solide Finanzierung für die zukünftige Rente. Aber mit dem Rentenpaket I wird Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Bundesmittel für die gesetzliche Rente bis 2026 um 6,2 Milliarden Euro kürzen, um anschließend mit dem Rentenpaket II weitere zehn Milliarden auf dem Aktienmarkt zu parken statt die Rentenkasse auszugleichen. Eines ist sicher: Weniger Geld für mehr Rentnerinnen und Rentner bedeutet nichts anderes als Rentenkürzungen. Dazu darf es nicht kommen“, kommentiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die heutige Ankündigung des Rentenpakets II durch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. „Es ist einfach nur zum Kopfschütteln. Wir brauchen jetzt eine solide Finanzierung für die zukünftige Rente. Aber mit dem Rentenpaket I wird Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Bundesmittel für die gesetzliche Rente bis 2026 um 6,2 Milliarden Euro kürzen, um anschließend mit dem Rentenpaket II weitere zehn Milliarden auf dem Aktienmarkt zu parken statt die Rentenkasse auszugleichen. Eines ist sicher: Weniger Geld für mehr Rentnerinnen und Rentner bedeutet nichts anderes als Rentenkürzungen. Dazu darf es nicht kommen“, kommentiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die heutige Ankündigung des Rentenpakets II durch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Birkwald weiter:

„Darum fordert DIE LINKE erstens sofortige monatliche Entlastungszahlungen in Höhe von mindestens 50 Euro für alle Rentnerinnen und Rentner bis zum Ende der Energiepreiskrise, zweitens den Verzicht auf alle Kürzungen (Nachholfaktor, Nachhaltigkeitsfaktor und Bundeszuschüsse) und drittens fast eine Verdopplung der geplanten Zuschläge für erwerbsgeminderte kranke Rentnerinnen und Rentner auf acht bzw. dreizehn Prozent. Ich fordere Bundesarbeitsminister Hubertus Heil höflich, aber nachdrücklich auf, alle versteckten Kürzungen bei der Rente rückgängig zu machen und bis zur Sommerpause ein Konzept für langfristig sichere Rentenfinanzen und für ein Rentenniveau von lebensstandardsichernden 53 Prozent vorzulegen. Nur so lässt sich der Lebensstandard im Alter wieder sichern - für die Rentnerinnen und Rentner von heute, für die von morgen und für die von übermorgen.“

]]>
news-55769 Tue, 19 Apr 2022 14:32:36 +0200 Angriffskrieg der Türkei aufs Schärfste verurteilen https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/angriffskrieg-der-tuerkei-aufs-schaerfste-verurteilen/ Pressemitteilung 20. Legislatur Auswärtiges „Das türkische Militär überfällt erneut völkerrechtswidrig den Irak und Syrien und die Bundesregierung schweigt sich aus. Doch wer illegale Angriffskriege nur selektiv verurteilt, verfolgt keine ‚wertebasierte Außenpolitik‘, sondern handelt scheinheilig und vollkommen unglaubwürdig“, erklärt Ali Al-Dailami, stellvertretender Vorsitzender und verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. „Das türkische Militär überfällt erneut völkerrechtswidrig den Irak und Syrien und die Bundesregierung schweigt sich aus. Doch wer illegale Angriffskriege nur selektiv verurteilt, verfolgt keine ‚wertebasierte Außenpolitik‘, sondern handelt scheinheilig und vollkommen unglaubwürdig“, erklärt Ali Al-Dailami, stellvertretender Vorsitzender und verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Al-Dailami weiter:

„Die Bundesregierung ist nach den USA der zweitgrößte Waffenlieferant der Türkei und verkaufte allein unter Kanzlerin Merkel 339 Leopard-Kampfpanzer, ohne die Ankaras Angriffe auf Nordsyrien nur schwer möglich wären. Das Schweigen der jetzigen Bundesregierung zur neuen Angriffswelle spricht Bände und zeigt, dass die Außenpolitik der ‚Fortschrittskoalition‘ nicht von Werten, sondern einzig von Interessen geleitet ist und kein Einlenken in der Türkei-Politik zu erwarten ist.

DIE LINKE lehnt jeden Angriffskrieg kategorisch ab und verurteilt den Überfall der Türkei aufs Schärfste! Dasselbe fordern wir von der Bundesregierung.“

]]>
news-55768 Tue, 19 Apr 2022 10:57:31 +0200 Keine schweren Waffen in die Ukraine https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/keine-schweren-waffen-in-die-ukraine/ Pressemitteilung 20. Legislatur Auswärtiges "Die Bundesregierung muss die Forderungen des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk nach neuen, schweren Waffen, unterstützt von FDP, Grünen und CDU, zurückweisen. Es ist brandgefährlich, Deutschland mit dem Export von Panzern direkt am Krieg in der Ukraine beteiligen zu wollen", erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss und Sprecherin für Internationale Politik und Abrüstung. "Die Bundesregierung muss die Forderungen des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk nach neuen, schweren Waffen, unterstützt von FDP, Grünen und CDU, zurückweisen. Es ist brandgefährlich, Deutschland mit dem Export von Panzern direkt am Krieg in der Ukraine beteiligen zu wollen", erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss und Sprecherin für Internationale Politik und Abrüstung. Dagdelen weiter:

"DIE LINKE setzt sich für ein gesetzliches Verbot von Rüstungsexporten ein gerade auch in Spannungs- und Kriegsgebiete. Die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine durch die Bundesregierung wäre nicht nur ein beispielloser Tabubruch für die deutsche Außenpolitik der Bundesrepublik, sondern würde ganz konkret die Gefahr einer direkten Kriegsbeteiligung Deutschlands heraufbeschwören."

]]>
news-55766 Thu, 14 Apr 2022 16:11:05 +0200 Kulturverboten an Karfreitag ein Ende setzen https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/kulturverboten-an-karfreitag-ein-ende-setzen/ Pressemitteilung 20. Legislatur Kultur und Medien „Man sollte meinen, dass Briefmarkentauschbörsen, Fußballspiele, Rockkonzerte und der Film ‚Das Leben des Brian` herzlich wenig gemein haben. Was sie jedoch alle eint, sind antiquierte Verbote an Karfreitag und anderen stillen Feiertagen. Wer beispielsweise in Bitterfeld, in meinem Wahlkreis, an einem dieser Tage eine öffentliche Veranstaltung plant, muss vier bis fünf Wochen im Voraus eine Prüfung durch das Ordnungsamt beantragen. Dieses entscheidet letztendlich darüber, ob ausreichend Rücksicht auf den Charakter des Tages genommen wird und die Veranstaltung stattfinden darf. Aber eine aufgeklärte, demokratische Gesellschaft hat keinen Bedarf für staatliche Sittenwächter“, erklärt Jan Korte, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter: „Man sollte meinen, dass Briefmarkentauschbörsen, Fußballspiele, Rockkonzerte und der Film ‚Das Leben des Brian` herzlich wenig gemein haben. Was sie jedoch alle eint, sind antiquierte Verbote an Karfreitag und anderen stillen Feiertagen. Wer beispielsweise in Bitterfeld, in meinem Wahlkreis, an einem dieser Tage eine öffentliche Veranstaltung plant, muss vier bis fünf Wochen im Voraus eine Prüfung durch das Ordnungsamt beantragen. Dieses entscheidet letztendlich darüber, ob ausreichend Rücksicht auf den Charakter des Tages genommen wird und die Veranstaltung stattfinden darf. Aber eine aufgeklärte, demokratische Gesellschaft hat keinen Bedarf für staatliche Sittenwächter“, erklärt Jan Korte, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter:

 

„Die Religionsfreiheit ist ein hart erkämpftes, verfassungsmäßig garantiertes Grund- und Menschenrecht – und sie schließt das Recht auf Freiheit von Religion mit ein. Hinzu kommt, dass der Anteil an Kirchenmitgliedern in Deutschland im Jahr 2021 nach neusten Hochrechnungen auf unter 50 Prozent gefallen ist. Respekt und die Achtung von Minderheitenrechten verstehen sich von selbst. Doch es ist nicht vermittelbar, warum sich der Staat im 21. Jahrhundert die Durchsetzung christlicher Sitten- und Moralvorstellungen zur Aufgabe macht. In ihrer Konsequenz führt diese mangelnde Trennung von Staat und Kirche nämlich zu Kulturverboten, auch für diejenigen, die nicht christlichen Glaubens sind. Wir als Fraktion DIE LINKE prüfen, wie man solche Kulturverbote in Zusammenarbeit mit den für die Feiertagsgesetzgebung zuständigen Ländern beenden und wie zeitgemäße Feiertagsregelungen im Detail aussehen könnten.“

 

]]>
news-55760 Wed, 13 Apr 2022 15:07:58 +0200 Sahel-Debakel der Bundeswehr beenden https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/sahel-debakel-der-bundeswehr-beenden/ Pressemitteilung 20. Legislatur Auswärtiges Verteidigung „Die Bundeswehr-Missionen in der Sahel-Zone sind nachhaltig erfolglos und die Lage wird zunehmend prekärer. Eine weitere Teilnahme der Bundeswehr an MINUSMA ebenso wie eine Verlegung deutscher Soldaten der EUTM-Mission von Mali nach Niger verschärft nur das Sahel-Debakel“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, anlässlich ihrer Dienstreise mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock nach Mali und Niger. „Die Bundeswehr-Missionen in der Sahel-Zone sind nachhaltig erfolglos und die Lage wird zunehmend prekärer. Eine weitere Teilnahme der Bundeswehr an MINUSMA ebenso wie eine Verlegung deutscher Soldaten der EUTM-Mission von Mali nach Niger verschärft nur das Sahel-Debakel“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, anlässlich ihrer Dienstreise mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock nach Mali und Niger. Dagdelen weiter:

„Die Bundesregierung muss das Ausbildungs- und Stabilisierungsprogramm für potentielle Putschisten und deren militärische Unterstützer einstellen und die Bundeswehr abziehen. Die Bundeswehrpräsenz im Rahmen von MINUSMA in Mali beizubehalten, ist angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage unverantwortlich. Die Ausbildungsmission der EU und Teile der Bundeswehr jetzt nach Niger zu verlagern, wird die Probleme noch zuspitzen.“

]]>
news-55758 Wed, 13 Apr 2022 12:02:43 +0200 Kein Ende beim Fachkräftemangel in Sicht https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/kein-ende-beim-fachkraeftemangel-in-sicht/ Pressemitteilung 20. Legislatur Bildung und Forschung Arbeit und Soziales „Die aktuellen Zahlen zu Ausbildungsverträgen machen leider wenig Hoffnung, dass Deutschland sein Fachkräfteproblem in den Griff bekommt. Die Bundesregierung muss endlich eine flächendeckende und gut bezahlte Ausbildung sicherstellen, wenn wir vom Fachkräftemangel nicht in eine Fachkräftekatastrophe rutschen wollen“, kommentiert Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zu Ausbildungsverträgen. „Die aktuellen Zahlen zu Ausbildungsverträgen machen leider wenig Hoffnung, dass Deutschland sein Fachkräfteproblem in den Griff bekommt. Die Bundesregierung muss endlich eine flächendeckende und gut bezahlte Ausbildung sicherstellen, wenn wir vom Fachkräftemangel nicht in eine Fachkräftekatastrophe rutschen wollen“, kommentiert Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zu Ausbildungsverträgen. Gohlke weiter:

„Es bilden nach wie vor viel zu wenige Betriebe aus. Ausbildungsvergütung und BAföG-Sätze laufen der galoppierenden Inflation leider dramatisch hinterher. So ist es für immer mehr junge Menschen illusorisch, für eine Ausbildungsstelle aus dem Elternhaus auszuziehen. Trotz der ebenfalls hohen Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze braucht es daher dringend mehr Ausbildungsplätze, und zwar dort, wo diese nachgefragt werden.

Um vor allem kleine und mittelständische Betriebe bei der Ausbildung zu unterstützen, braucht es ein solidarisches Umlagesystem, welches nicht-ausbildende Betriebe stärker belastet und so einen Anreiz schafft, auszubilden. Ausbildungsstätten fern der Heimat müssen durch kostenlose Bahncards, Azubi-Tickets, zusätzliche Wohnheimplätze sowie deutlich höhere BAföG-Sätze attraktiver gemacht werden. Eine bessere finanzielle Ausstattung der Auszubildenden ist entscheidend, um die viel zu hohe Abbrecherquote bei der Ausbildung zu verringern. Junge Menschen brauchen zudem eine Ausbildungsplatzgarantie – mit Perspektive statt Warteschleifen. Die Bundesregierung ist hier deutlich stärker gefordert.“

]]>