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Zugang zu Integrationskursen für alle sofort und unabhängig vom Aufenthaltsstatus sichern

Pressemitteilung von Gökay Akbulut,

„Die Wartezeiten für Integrationskurse sind nach wie vor viel zu lang, was das Ankommen in unserer Gesellschaft für die Betroffenen erheblich erschwert. Der Spracherwerb ist der erste und wichtigste Schritt zu echter Partizipation, der sofort und ohne Hindernisse für alle Neuankommende hier garantiert werden muss“, erklärt Gökay Akbulut, Migrations- und Integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den aktuellen Evaluationsbericht des BAMF zu den Integrationskursen. Akbulut weiter:

„Der Zugang zu Sprachkursen muss für alle unabhängig vom Aufenthaltsstatus möglichst früh ermöglicht werden. Dazu gehören auch gesicherte Kinderbetreuung und gutes Arbeitsklima in den Kursen. Das Problem der Kinderbetreuung erschwert vor allem für viele Frauen die Teilnahme an den Kursen. Außerdem belastet die Trennung von Familienangehörigen die Betroffenen so stark, dass dies den Spracherwerb für manche fast unmöglich macht. Da muss das BAMF endlich handeln und Lösungsstrategien anbieten. 

Die Situation in den Kursen muss überdies verbessert werden: Die Klassen dürfen nicht überfüllt sein, und dem Lehrpersonal müssen gute Arbeitsverhältnisse geboten werden. Die Arbeitsverhältnisse des Lehrpersonals müssen endlich entfristet werden. Überdies fehlen die zentrale Festlegung inhaltlicher Standards, eine echte Qualitätssicherung sowie die bedarfsgerechte Weiterentwicklung.

Integration nicht als Einbahnstraße zu verstehen und echte Partizipation zu fördern, ist die entscheidende Herausforderung – dafür brauchen wir gute Voraussetzungen mit qualitativ hochwertigem Bildungsangebot sowie Lehrpersonal, das angemessen bezahlt wird und nicht jedes Semester erneut um den wichtigen Job bangen muss. Die prekären Arbeitsverhältnisse sind eine riesige Belastung für die Lehrkräfte, worunter das gesamte Arbeitsklima leidet. Ich unterstütze die Forderung des Bündnisses Freier Dozentinnen und Dozenten Berlin, die im ersten Schritt eine Erhöhung des Stundenlohns von 35 auf mindestens 42 Euro einfordern. Das wäre ein absolutes Minimum, denn jede Stunde zählt.“

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