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Wolfgang Gehrcke erklärt zum heutigen Protest- und Streiktag in Frankreich:

Pressemitteilung von Wolfgang Gehrcke,

Zum heutigen Protest - und Streiktag in Frankreich erklärt Wolfgang Gehrcke, Sprecher für internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag:

Die Linke erklärt sich solidarisch mit der französischen Protestbewegung. Es geht in Frankreich um viel mehr als nur um dieses umstrittene eine Gesetz. So wie das "Non" zum Europäischen Verfassungsvertrag 2005 zeigt diese Protestbewegung, dass sich in Frankreich eine tiefe Ablehnung gegen das neoliberale Modell formiert. Was in Frankreich momentan geschieht, wird Auswirkungen auf ganz Europa haben. Es kann den Anfang vom Ende des Neoliberalismus auf dem europäischen Kontinent bedeuten. Und es zeigen sich bereits Auswirkungen, denn auch in Dänemark und Griechenland wird gegen den sozialen Kahlschlag gestreikt.

Die Menschen in Frankreich und in Europa sind nicht mehr bereit, eine Politik zu akzeptieren, die den Profit zum Maßstab aller Dinge macht. Während die Gewinne der Unternehmen einen großen Aufschwung verzeichnen, geht es der Mehrzahl der Menschen, insbesondere den Jüngeren und Älteren, in Europa schlechter. Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Armut in der Gesellschaft nehmen zu. Die Menschen wollen, dass der Sozialstaat endlich wieder eine Rolle spielt. Sie wollen soziale Balance statt Marktradikalität. Es ist an der Zeit, auch mit der Bundesregierung und mit den deutschen Unternehmen französisch zu reden, denn die Sprache, die in Frankreich gesprochen wird, versteht selbst eine konservative Regierung.

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