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Wer Lohnzurückhaltung predigt, erntet Reallohnverluste

Pressemitteilung von Werner Dreibus,

"Wer Lohnzurückhaltung predigt, erntet Reallohnverluste", kommentiert Werner Dreibus die Statistik der Bundesregierung zur Kaufkraftentwicklung. Weiter erklärt der stellvertretende Vorsitzende und gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE:

"Union und SPD haben in den vergangenen Jahren immer wieder die Zurückhaltung der Beschäftigten bei Lohnrunden angemahnt. Gemeinsam haben sie mit der Agenda 2010 die Gewerkschaften an die Wand gedrückt. Aus Angst vor Hartz IV und miesen Jobs trauen sich die Beschäftigten immer weniger, sich gegen Lohndumping zu wehren.

Dass die FDP sich jetzt zum Anwalt der Beschäftigten aufspielt, ist ein Witz. Sie hat an der Daumenschraube Agenda 2010 kräftig mitgedreht und sie hat die steuerliche Begünstigung hoher Einkommen betrieben, statt für die Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen einzutreten.

Trotz geringfügiger Korrekturen beim Arbeitslosengeld I und sozialer Rhetorik kann von einem Umdenken der Regierung keine Rede sein. Lohndumping ist weiter en vogue. Aktuell betätigt sich der Bundesinnenminister in der Tarifrunde des Öffentlichen Dienstes als Lohndrücker. Die von den Arbeitgebern angebotenen 5 Prozent, gestreckt auf zwei Jahre, bei längeren Arbeitszeiten bedeuten weitere Reallohnverluste.

Und auch beim Thema Mindestlohn hat die Koalition außer heißer Luft bis heute nichts zustande gebracht."

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