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Wer den Rentenbeitrag senkt, nimmt Altersarmut in Kauf

Pressemitteilung von Matthias W. Birkwald,

"Wer den Rentenbeitrag senkt, nimmt Altersarmut in Kauf", erklärt Matthias W. Birkwald zum Beschluss des Bundeskabinetts, den Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 19,6 auf 19,0 Prozent zu senken. "Wir brauchen jeden Cent, um Altersarmut heute zu bekämpfen und morgen gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Rente muss wieder den Lebensstandard sichern und vor Altersarmut schützten." Der rentenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Für die gesetzliche Pflicht zur Absenkung des Beitragssatzes gibt es keine Ewigkeitsgarantie. Sie kann und muss abgeschafft werden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können auch auf andere Weise entlastet und gleichzeitig vor Altersarmut geschützt werden. Die Rente erst ab 67, die laut Bundesregierung eine Beitragsentlastung von 0,5 Prozentpunkten ausmacht, könnte sofort ausgesetzt werden. Die ungerechtfertigten Abschläge von bis zu 10,8 Prozent für Menschen, die vor dem 63. Lebensjahr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können und deshalb eine Erwerbsminderungsrente erhalten, könnten gestrichen werden. Das würde laut Bundesregierung die durchschnittliche Rente bei voller Erwerbsminderung um zwölf Prozent auf 710 Euro anheben und den Betroffenen aus der Grundsicherung helfen."

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