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Weltbank unterstützt Klimakiller

Pressemitteilung von Hüseyin Aydin,

An diesem Wochenende findet in Washington die Jahrestagung der Weltbank statt. Dazu erklärt Hüseyin Aydin, Obmann der Fraktion DIE LINKE: im Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Die Weltbank präsentiert sich als Garant nachhaltiger Entwicklung - tatsächlich unterstützt sie die schlimmsten Klimakiller.

In den letzten drei Jahren hat die Weltbank ihre Investitionen zur Förderung von Erdöl, Gas und Kohle massiv gesteigert, allein im Jahr 2006 um satte 93 Prozent von 450,8 auf 869 Millionen US-Dollar. Die Förderung erneuerbarer Energien stagniert dagegen bei ganzen 4 Prozent der Energieinvestitionen. Nun will die Weltbank ihr Engagement für die Förderung fossiler Brennstoffe noch weiter ausdehnen.

Die Weltbank verhöhnt damit die in sie gesteckten Erwartungen. 2005 erhielt sie auf dem G8-Gipfel in Gleneagles den Auftrag, eine Führungsrolle bei der Entwicklung eines internationalen Investitionsrahmenwerks für saubere Energie zu übernehmen. Sie macht aber das genaue Gegenteil. Mit Unterstützung der Regierungen der G8-Staaten ist ihre Politik weiterhin auf die Finanzierung der großen Bergbau- und Energiekonzerne ausgerichtet. Das hat mit nachhaltiger Entwicklung nichts zu tun. Die Energiepolitik der Weltbank dient nur der Profitmaximierung einiger weniger Aktionäre - zum Schaden der gesamten Menschheit.

DIE LINKE fordert eine grundlegende Energiewende. Nur durch eine systematische Orientierung auf die Förderung sauberer und nachhaltiger Energieträger kann der dramatische Klimawandel gestoppt werden. Wir unterstützen den Aufruf „End oil aid“, in dem mehr als 200 Nichtregierungsorganisationen aus 56 Ländern von der Weltbank und anderen internationalen Finanzinstitutionen ein Ende der Subventionen an die Ölindustrie verlangen.

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