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Vorbeugen ist besser als Strafen - DIE LINKE. fordert mehr öffentliches Engagement für Jugendarbeit

Pressemitteilung von Diana Golze,

Diana Golze, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, stellt zur aktuellen Debatte um Jugendgewalt fest:

Besonders den Stammtischstrategen von der Union fällt zu dem Thema bisher nur wenig mehr als Bestrafen, Wegsperren und Abschieben ein. Das ist mit der Linken nicht zu machen. Was in Berlin zu Angst und Empörung führt, ist kein Einzelfall. Aber wer das jetzt zum Anlass nimmt, um die Jugendlichen mit Migrationshintergrund zur Wurzel allen Übels zu machen, löst das Problem nicht, sondern verschärft es weiter. Es ist ein schlimmer Zynismus, wenn die Union das Erlernen der deutschen Sprache zur ultima ratio der Integration erklärt, aber gleichzeitig die Bundesregierung die Mittel für Sprachkurse kürzen will.

Diese Gesellschaft leistet sich seit Jahren eklatante Missstände bei Prävention und Erziehung. Die Jugendarbeit ist bundesweit in einer beispiellosen Weise zum Opfer von kurzsichtigen Kürzungen geworden. Aber gerade die Jugendsozialarbeit, die offene Jugendarbeit und das ehrenamtliche Engagement in Jugendverbänden sind doch die Orte, wo Kinder und Jugendliche sich aktiv die solidarische und gewaltfreie Vertretung ihrer Interessen aneignen.

Wer heute über die Jugend jammert, hätte gestern nicht so viel an der falschen Stelle streichen dürfen. Was dieses Land braucht, ist eine gemeinsame Verständigung darüber, wie Bund, Länder und Kommunen die verwüstete Förderlandschaft in der Kinder- und Jugendhilfe wieder aufbauen. Ich hoffe daher sehr auf eine Verstetigung der Mittel für den Kinder- und Jugendplan des Bundes.

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