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Von den Netzbetreibern nichts Neues zum Netzentwicklungsplan

Pressemitteilung von Johanna Regina Voß,

„Über 2000 Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern sowie vielen Organisationen konnten am Netzentwicklungsplan leider fast nichts verbessern. Die sogenannte Bürgerbeteiligung läuft damit ins Leere und soll wohl vor allem als Beruhigungspille dienen“, so Johanna Voß, MdB DIE LINKE und Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur, zur heutigen Vorstellung des Plans durch die vier Übertragungsnetzbetreiber. Voß weiter:

„Der Netzentwicklungsplan krankt an den falschen Voraussetzungen. Vor allem der unbedingte Wille der Bundesregierung, Stromnetze und Stromerzeugung unabhängig voneinander zu planen, behindert eine sinnvolle Stromnetzplanung – angeblich regelt der Markt das ja besser. Aber so müssen die Netzbetreiber ein Netz für alle möglichen Kraftwerksstandorte planen - das treibt den Netzausbaubedarf natürlich in die Höhe. Ein weiterer Treiber sind die vielen Offshore-Windparks, für deren Anbindung die Bundesregierung nun sogar die Stromkunden haften lassen will, weil die Unternehmen das Risiko nicht tragen wollen. Unter diesen Vorgaben können die Netzbetreiber die Netze kaum anders planen.Die Bundesregierung muss endlich umsteuern: Stromerzeugung und Stromnetze müssen wieder zusammen geplant werden. Dann kann Strom dezentral und verbrauchsnah erzeugt werden. In Ergänzung mit dezentralen Speichern kann so schon viel Netzausbau eingespart werden.“

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