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Verhängnisvolle Abhängigkeit von der US-Konjunktur

Pressemitteilung von Herbert Schui,

Zum Weltwirtschaftsbericht des Internationalen Währungsfonds erklärt Herbert Schui, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag:

„Der Weltwirtschaftsbericht ist alles andere als eine Entwarnung“, so Schui. Der Internationale Währungsfonds schätzt darin die Auswirkungen der US-Immobilienflaute auf die Weltwirtschaft als gering ein. Kommentatoren hatten darauf mit Erleichterung reagiert.

„Ein Abschwung in den USA trifft Exportländer wie Deutschland mit voller Wucht“, so der Ökonom Schui. Deutschland macht seinen größten Exportüberschuss gegenüber den USA. „Viele Exporte in Drittländer hängen zudem indirekt von der US-Konjunktur ab. Deutschland braucht die Exportkrücke, weil die Binnennachfrage krankt. Lohn- und Sozialdumping haben Deutschland in eine verhängnisvolle Abhängigkeit von der US-Konjunktur getrieben“, betont Schui.

Der Bericht des IWF stellt fest, dass bei Ländern mit engen Handels- und Finanzbeziehungen mit den USA die Abhängigkeit am stärksten ist. In den letzten Jahren sei die Abhängigkeit gewachsen.

Sollte die US-Immobilienkrise auf Konsum und Investitionen ausstrahlen, erwartet der IWF erhebliche internationale Auswirkungen. „Der deutsche Aufschwung steht also auf wackligen Beinen“, resümiert Herbert Schui.

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